Agrarbericht 2015 vorgelegt

27.05.2015

© Sabine Rübensaat

Agrarbericht 2015 der Bundesregierung vorgelegt.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt lehnt Größenvorgaben in der Agrarstrukturpolitik ab. Seine Politik ziele darauf ab, „für alle Betriebe die ökonomische Existenz zu sichern“, sagte der CSU-Politiker bei der Vorstellung des „Agrarpolitischen Berichts 2015 der Bundesregierung“ in Berlin. Leitbild sei eine nachhaltige, ökologisch verantwortbare und ökonomisch sinnvolle Landwirtschaft. Schmidt beklagte, dass der Konsens, demzufolge die Landwirtschaft ein elementarer Teil der Gesellschaft sei, brüchig geworden sei. Ziel müsse es daher sein, die Landwirtschaft wieder „in die Mitte der Gesellschaft“ zu rücken.


Der vom Kabinett beschlossene Agrarbericht, der alle vier Jahre vorgelegt wird und aktuell den Zeitraum von 2010 bis 2014 umfasst, weist dabei eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung der landwirtschaftlichen Einkommen aus. Danach sind die Gewinne der Haupterwerbsbetriebe seit 2010 stetig gestiegen. Im Wirtschaftsjahr 2013/14 wurden durchschnittlich 63 380 Euro je Unternehmen erzielt.


Laut Agrarbericht war die Entwicklung der letzten Jahre in den einzelnen Produktionszweigen nicht einheitlich. Danach erzielten die Ackerbaubetriebe 2013/14 im Mittel einen Gewinn von rund 89 700 Euro je Unternehmen; das entsprach einem Rückgang um rund 20 % gegenüber dem Jahr davor. Die Milchviehbetriebe verzeichneten hingegen im gleichen Wirtschaftsjahr einen Gewinnzuwachs, und zwar um annähernd 32 % auf etwa 64 000 Euro je Unternehmen. Mit fast 69 000 Euro im Schnitt konnten die Veredlungsbetriebe 2013/14 ihr Niveau halten.


An der Spitze der Einkommensskala rangieren die landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg- Vorpommern mit je rund 130 000 Euro je Unternehmen, was mehr als 100 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt. Unterdurchschnittliche Gewinne gab es dagegen in Baden-Württemberg, dem Saarland und in Bayern.


Deutlich angestiegen sind seit 2010/11 auch die Einkommen der juristischen Personen, und zwar zuletzt auf einen Jahresüberschuss vor Steuern plus Personalaufwand von durchschnittlich rund 43 000 Euro je Arbeitskraft. Der Anteil der Direktzahlungen an den landwirtschaftlichen Einkommen reichte von rund 40 % in den Haupt-erwerbsbetrieben bis zu fast 90 % in den Unternehmen juristischer Personen.

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