Afrikanische Schweinepest

24.08.2017

© Sabine Rübensaat

Greifswald. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Osteuropa hat das Friedrich-Löffler-­Institut (FLI) Empfehlungen für Maßnahmen im Falle eines Ausbruchs bei Wildschweinen in Deutschland veröffentlicht. So sollen bei einem Virusnachweis ein „gefährdeter Bezirk“ mit einem Mindestradius von 15 km um den Fundort sowie eine etwa doppelt so große „Pufferzone“ eingerichtet werden. In beiden Zonen sind dann eine Vielzahl an Maßnahmen der Tierseuchenbekämpfung zu ergreifen, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Im engeren „Seuchengebiet“ gehören dazu ein Verbot der Freilandhaltung von Hausschweinen und eine generelle Jagdruhe von 21 Tagen, um ein Versprengen von infizierten Tiere zu vermeiden. In beiden Zonen soll laut FLI die Verbringung von Gras, Heu und Stroh aus dem Infektionsgebiet in Hausschweinbestände untersagt sowie eine Leinenpflicht für Hunde eingeführt werden. Zudem müssen dann alle tot aufgefundenen Wildschweine beprobt werden. In der Pufferzone sollen dem Institut zufolge bei allen Schweinehaltern mit Auslauf- oder Freilandhaltung die Biosicherheitsmaßnahmen überprüft und die Wildschweinepopulation durch intensive Jagd um 80 bis 90 % reduziert werden. Des Weiteren empfiehlt das FLI ein ganzes Bündel von Biosicherheitsmaßnahmen für Jäger und Schweinehalter, darunter vor allem Desinfektionsmaßnahmen, aber beispielsweise auch die Sicherstellung, dass Mülleimer kippsicher aufgestellt sind. 

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr