Wolfsmanagement

08.02.2018

Sabine Rübensaat

Eine Anpassung der Thüringer Förderrichtlinie Wolf stand  im Mittelpunkt eines Rundtisch-Gespräches mit Schäfern sowie Vertretern des Zucht- und des Bauernverbandes, zu dem das Umweltministerium geladen hatte. Bei einem ersten Treffen im August 2017 waren bereits Fragen zur Verbesserung von Prävention und Entschädigung für die Weidetierhaltung erörtert worden.


Laut Umweltministerium strebe man an, den Fördersatz pro Betrieb für Präventionsmaßnahmen wie Schutzzäune oder Herdenschutzhunde von jetzt 75 auf 80 % zu erhöhen. Im gerade verabschiedeten Doppelhaushalt für die Jahre 2018 und 2019 weist der Etat des Umweltressorts jeweils 60.000 € dafür aus. Diskutiert wurde zudem die Forderung der Weidetierhalter nach einer Entschädigung nachweisbarer Folgekosten eines Wolfangriffs. Dazu zählen etwa Ablammverluste bei trächtigen Schafen.

 

De-minimis-Regel könnte fallen


Wie der Schafzuchtverband informierte, soll dies auch Produk­tionsausfälle von mindestens einem Jahr einschließen, die Schaf- und Ziegenmilcherzeugern im Falle von Tierverlusten entstehen. Wie eine solche Regelung aussehen und wann sie frühestens greifen kann, sei allerdings noch völlig offen. Das Umweltministerium versicherte, dass sich der Freistaat dafür einsetzen wolle, dass die EU-Beihilferegelungen dahingehend geändert werden, dass auch die Mehrkosten für den zusätzlichen Arbeitsaufwand bei der Prävention, etwa den Zaunbau, gefördert werden können.


Warten müssen die hiesigen Weidetierhalter indes noch auf Änderungen an der De-minimis-Regel, die die Förderung auf 15.000 € in drei Jahren begrenzt. In anderen Bundesländern ist man da schon weiter. So genehmigte die EU-Kommission dem Land Schleswig-Holstein Ende vorigen Jahres, im Zusammenhang mit dem Wolf die De-minimis-Grenze für präventive Fördermaßnahmen einschließlich Tierversicherungen und Entschädigungszahlungen aufzuheben.

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