Wölfin mit hybriden Jungen

09.11.2017

© Bundesforst

Am 1. Oktober sind die Thüringer Wölfin und ihre hybriden Jungen auf dem Ohrdrufer Bundeswehrgelände in eine Fotofalle getappt, die an einem Nachtpferch installiert worden war. Material aus Videofallen soll eine eindeutige Identifizierung samt Geschlechtsmerkmalen zulassen.

Die bislang einzige Thüringer Wölfin auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf ist Mutter von sechs hybriden Jungtieren. Bei den Nachkommen handele es sich nach Information der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zweifelsfrei um Hybride, eine Kreuzung aus Wolf und Haushund. Laut dem Thüringer Umweltministerium werde das Alter der vier weiblichen und zwei männlichen Jungtiere auf rund fünf Monaten geschätzt.

 

Aus Artenschutzgründen, so das Umweltministerium, müssten die Jungtiere „aus der Natur entnommen“ und somit getötet werden. Eine Vermischung der Gene würde den Fortbestand der Wolfspopulation gefährden. Da der Aktionsradius der Tiere schnell wachse und sie bereits im Winter geschlechtsreif sind, hätten Experten eine möglichst schnelle Tötung empfohlen.

 

Seit Anfang Juli häuften sich die Übergriffe auf Nutztiere rund um den Truppenübungsplatz Ohrdruf. 65 Schafe und  14 Ziegen wurden seither in der Region Opfer von Wolfsattacken.

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