Wo sollen die vielen Windräder stehen?

07.08.2015

Windrad © Frank Hartmann

Erfurt. Das Infrastruktur- und Agrarministerium hat den angekündigten Entwurf eines Windenergieerlasses veröffentlicht. Das mit dem Umwelt- und Energieministerium abgestimmte Papier soll eine wesentliche Grundlage für die Planung von Windvorranggebieten bilden, hieß es in einer Mitteilung. Mit dem Erlass-Entwurf reagiert das zuständige Ministerium auf die jüngste Rechtsprechung der Thüringer Verwaltungsgerichte, die die bisherige Abgrenzung von Vorranggebieten in den Regionalplänen für unzulässig erklärten. Zudem strebt die rot-rot-grüne Landesregierung den massiven Ausbau der Windenergieerzeugung im Freistaat an.

 

Kern des Entwurfes ist die Definition „harter“ und „weicher“ Tabuzonen für Windkraftanlagen. Damit soll, wie von den Gerichten gefordert,  zwischen Gebieten unterschieden werden, die aus formalrechtlichen und aus planerischen/politischen Gründen für die Windenergienutzung tabu sind.


Laut Ministerium bestimmen die vier Regionalen Planungsgemeinschaften zunächst ihre Tabuzonen. Die so entstehenden Gebiete außerhalb der Tabuzonen werden dann mit dem ermittelten Windpotenzial abgeglichen. Diese „Gunsträume“, so das Ministerium weiter, würden wiederum einer einzelfallbezogenen Abwägung unterzogen, um schlussendlich die Windkraftstandorte auszuweisen.


Parallel zur institutionellen und politischen Diskussion  kann jeder Thüringer bis zum 30. September zu dem Erlass Stellung nehmen. Für Oktober/November kündigte das Ministerium öffentliche Dialogforen an.

Stellungnahmen per E-Mail: sabine.zimmer@remove-this.tmil.thueringen.de

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr