Winterweizen 2014: Gelbrost und Lager

01.09.2014

© TLL, Christian Guddat

Gelbrost am Weizen

Die Winterweizenaussaat begann im vorigen Herbst zur optimalen Saatzeitspanne unter guten Bedingungen. Einsetzende Niederschläge bereiteten jedoch z. T. Schwierigkeiten und führten regional zu späten Terminen. Im sehr milden Winter entwickelten sich die Pflanzen in der „vermeintlichen“ Vegetationsruhe weiter. Bereits Mitte Februar wurde Vegetationsbeginn konstatiert. Von Dezember bis April war es im Vergleich zum langjährigen Mittel mit ca. 40 % sehr niederschlagsarm. Dies wirkte sich positiv auf das Wurzelwachstum aus. Anfang April ließ sich erster Gelbrostbefall beobachten, der sich in der Folge bei anfälligen Sorten extrem stark ausbreitete und eine intensive Fungizidstrategie erforderte. Kerubino, KWS Loft sowie vor allem Akteur, JB Asano und Kometus zeigten sich stark gelbrostanfällig. Nach einer positiven Niederschlagsbilanz im Mai fiel der Juni bei überdurchschnittlichen Temperaturen wieder trocken aus. Häufiger Regen im Juli, der im Mittel Thüringens 239 % der üblichen Menge erreichte, war noch ertragswirksam. Er verursachte aber z. T. beträchtliches Lager. Wechselhaftes Wetter im August ließ die Ernte zur Geduldsprobe werden. Vor allem bei nach der ersten Augustdekade gedroschenen Partien sanken die Fallzahlen.

 

 

TLL

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