Vom Eichsfeld lernen

24.11.2014

© Martina Klüber-Wibelitz

Die Exkursion ins Eichsfeld führte u. a. in die Büschlebsmühle in Worbis, wo heute noch Mehl für regionale Bäckereien gemahlen und die Mühle für Schauzwecke genutzt wird.

Wie kann es in der Thüringer Rhön gelingen, die Produzenten, Ernährungshandwerker und Gastronomen besser miteinander zu vernetzen, um gezielt für Gäste/Touristen spezielle Genussangebote zu schaffen? Dieser Frage ging jetzt eine Exkursion ins Eichsfeld nach, zu der das Rhönforum als Verein für Regionalentwicklung und Tourismus in der Thüringer Rhön sowie die Macher hinter der gleichnamigen Dachmarke eingeladen hatten. Ziel ist es, mehr Partnerbetriebe für die Dachmarke im Thüringer Teil der Rhön zu gewinnen und den Landstrich durch gezielte Aktionen als Tourismusregion bekannter zu machen.

„Wir haben für diese Fachexkursion das Eichsfeld ausgewählt, weil es mit dem ehemaligen Projekt Eichsfelder Genussbustour und dessen Start im Jahr 2007 heute ein erfolgreiches Geschäftsfeld für Partnerunternehmen der Erzeugerbörse Eichsfeld aufgebaut hat“, erläutert Martina Klüber-Wibelitz, die das Projekt „Wir sind Rhön – auch in Thüringen“ im Auftrag des Rhönforum betreut. Das Eichsfeld sei inzwischen bundesweit ein Begriff für regional erzeugte Produkte. Man wolle Impulse erhalten, wie beispielsweise Betriebe zusammenarbeiten können und wie sie Tourismus mit dem Lebensmittelhandwerk, der Landwirtschaft und der Gastronomie kombinieren. „Das Eichsfeld zeigt, dass es gelingen kann, Partnerschaften auf lange Sicht aufzubauen und damit auch neue Geschäftsfelder sicherzustellen. Wenn Gruppen von 30 bis 50 Personen mit einem Mal einen Landwirt besuchen und auf seinem Hof einkaufen, dann ist das nicht zu vernachlässigen“, sagt die Geschäftsführerin des Rhönforums, Anja Schuchert. Das Eichsfeld organisiert zu festen Terminen Genussbustouren, an denen Gäste aus dem Eichsfeld selbst, aber auch aus dem Erfurter und Leipziger Raum sowie aus Niedersachsen teilnehmen. Auch für Landfrauen werden diese Touren angeboten. Die Thüringer Rhön, so Schuchert, verfüge zwar über viele Partner sowie die eingeführte Dachmarke. Sie sieht aber noch Defizite, etwa bei den Öffnungszeiten:  „Ein Hofladen muss geöffnet sein, wenn Gäste kommen, und es muss Fachpersonal da sein, um kritische Fragen zu beantworten.“

Im Rahmen der Regionalkampagne „Wir sind Rhön – auch in Thüringen“ lotet man derzeit aus, ob im kommenden Jahr ein bis zwei Genusstouren angeboten werden können. Erste positive Beispiele gebe es. So fährt etwa der „Brennerbus“ zu den „Tagen der edlen Brände“ in der Gemeinde Wartmannsroth in „Frankens Saalestück“.

Außerdem denkt man über weitere Exkursionen nach, um Ideen zu sammeln, beispielsweise beim fränkischen „Regionalbuffet“, wo sich bäuerliche Direktvermarkter, Gastronomie- und Handwerksbetriebe Mittelfrankens zusammengetan haben.

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