Verschiebung der Güllesperrfrist

05.10.2017

Verschiebung der Güllesperrfrist © Frank Hartmann

Die engen Zeitfenster der neuen Düngeverordnung kritisieren Landwirte als praxisfern. Kaum ist die Düngeverordnung in Kraft getreten, erfolgt in Thüringen eine Ausnahmeregelung.

Damit reagiert das Agrarministerium auf die schwierigen Bodenbedingungen im August und September. Etlichen Betrieben war es aufgrund der Niederschläge nicht möglich gewesen, ihre Wirtschaftsdünger termingerecht auszubringen.

 

Nach der neuen Düngeverordnung ist der Einsatz von Wirtschaftsdüngern auf Ackerland nur bis zum 1. Oktober zu Winterraps, Wintergerste, Feldfutter und den Zwischenfrüchten möglich. Die nach Landesrecht zuständigen Stellen können allerdings die Sperrfrist verschieben, um den regionalen Bedingungen angemessen begegnen zu können.

 

Die einzelbetriebliche Beantragung muss bis zum 29. September in den Landwirtschaftsämtern vorliegen. Dabei sind die Einhaltung der erlaubten Mengen, maximal 60 kg Gesamtstickstoff je Hektar bzw. 30 kg Ammoniumstickstoff je Hektar, zu beachten. Konkrete Flächenangaben für die Ausbringung der Düngestoffe sind anzugeben. Die Landwirtschaftsämter entscheiden dann in Abstimmung mit den Unteren Wasserbehörden über die gestellten Anträge.

 

Betriebe, die die Regelung in Anspruch nehmen, dürfen im kommenden Frühjahr auch erst zwei Wochen später mit der Gülledüngung beginnen.

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