Verhaltene Auktion

19.03.2015

© Christin Rost, LTR

Obwohl Faktor der Körsieger war, erzielte Züchter Hartmut Pieter (Neustadt/Orla) mit 4 100 € für das Tier zwar einen ordentlichen, aber eben nur den dritthöchsten Preis des Tages.

In der ersten Märzwoche fand zum 23. Mal die Zuchtbullenauktion des Landesverbandes Thüringer Rinderzüchter statt. Diese Verkaufsveranstaltung stellt schon seit Jahren eine feste Größe im Terminkalender der Fleischrindzüchter und Mutterkuhhalter dar. So fanden sich dann auch 350 Zuschauer und potenzielle Käufer aus ganz Deutschland im Zucht- und Vermarktungszentrum Laasdorf ein. Zur Auktion kamen 43 stations- sowie sieben feldgeprüfte Bullen der Rassen Fleckvieh (39 Tiere), Charolais (5), Angus (4) und Gelbvieh (2).

Bereits zur Vorstellung der Bullen im Ring am Vormittag war die Auktionshalle sehr gut gefüllt. Dabei durfte die Ernennung des „Mr. Dornburg“, dem Bullen mit der höchsten Prüftagszunahme in der Station, nicht fehlen. Dieser Titel ging in diesem Jahr an einen reinerbig hornlosen Fleckviehbullen. Der Mister-Sohn Madison, gezogen von der Tierprodukt GmbH Kalbsrieth im Kyffhäuserkreis, nahm am Prüftag sagenhafte 2 060 g zu.

Den Körsieger mit den Traumnoten 9 im Typ, 9 in der Bemuskelung sowie 8 im Skelett stellte in diesem Jahr der Zuchtbetrieb Hartmut Pieter aus Neustadt/Orla. Dieser reinerbig hornlose Frede-Sohn, ein feldgeprüfter Bulle mit absolutem Schaupotenzial, bestach durch seinen Wuchs sowie dem Fleischansatz, der nichts zu wünschen übrig ließ.

Im Gegensatz zu den Bullen, die sich im Ring sehr temperamentvoll präsentierten, verhielt sich das Verkaufsgeschehen insgesamt weniger energiegeladen.Und das trotz eines engagierten Auktionators – LTR-Handelsleiter Danilo Bardehle. Der teuerste Bulle der Auktion mit 4 600 € war ein Fleckviehbulle, gezogen von Bernd Petzenberger aus Eckardts. Der hornlose Gallant-Sohn überzeugte mit einem interessanten Pedigree, hervorragendem Rassetyp sowie einer Top-Bemuskelung.

Letztendlich konnten 42 von 50 Bullen zu einem Durchschnittspreis von 2 629 € an den Mann gebracht werden. Die fünf aufgetriebenen Charolaisbullen gingen im Mittel für 3 100 € pro Tier weg. Bei den 34 verkauften Fleckviehbullen erzielten die Züchter einen durchschnittlichen Preis von 2 612 €; für die drei verkauften Angusbullen boten Interessenten im Mittel 2 033 € pro Tier.

Die zweite Bullenauktion des Jahres findet am 6. Mai ebenso in Laasdorf statt. Hier kommen unter anderem Tiere des zweiten Prüfdurchganges der Dornburger Station zum Verkauf. Insgesamt 46 im Oktober eingestallte Bullen aus der Frühjahrsabkalbung werden im Auftrag ihrer Züchter momentan der stationären Leistungsprüfung unterzogen. Das Fleckvieh-Fleisch ist dort mit 36 Bullen am stärksten vertreten.

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