TBV: Runter mit der Milchmenge

06.04.2016

Milchviehstall © Sabine Rübensaat

Auf Initiative der Südthüringer Kreisbauernverbände (KBV) fordert der Thüringer Bauernverband (TBV) eine Reduzierung der Milchmenge auf EU-Ebene. In einem Brief an den Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, schlägt TBV-Präsident Helmut Gumpert vor, ausstiegswillige Milchviehhalter bei der Reduzierung ihres Kuhbestandes zu unterstützen. Nötig sei ein EU-Programm mit einem Volumen von rund einer Milliarde Euro. Damit könnten  1,2 Mio. Kühe europaweit aus der Produktion genommen werden, was einer Marktentlastung von sieben bis acht Millionen Tonnen Milch gleichkäme. Für den Bestandsabbau sollte eine sechsjährige Bindefrist gelten.

 

Als weitere „dringende Maßnahme“ benannte das TBV-Präsidium Änderungen bei den Lieferbeziehungen zwischen Landwirten und Molkereien. DBV und Milchindustrieverband sollten die seit Jahren geführten Diskussionen „endlich auf einen konkreten Weg bringen“.

 

Diese und weitere Forderungen fanden sich zuvor in einem Brief der Vorstände der KBV Sonneberg, Hildburghausen und Schmalkalden-Meiningen, der Mitte März an Rukwied gesandt wurde. Darin mahnen die Südthüringer an, Angebot und Nachfrage auf dem Milchmarkt „schnellstmöglich wieder ins Gleichgewicht“ zu bringen.

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