Steuerliche Hilfen für Waldbesitzer

08.03.2018

© Thüringenforst

Erfurt. Vom Sturmtief Friederike geschädigte Thüringer erhalten steuerliche Hilfe. Das kündigte Dienstag dieser Woche Finanzministerin Heike Taubert an. Sie erklärte, dass die Beseitigung dieser Schäden zu erheblichen finanziellen Belastungen führen werde. „Um den Betroffenen möglichst schnell und unbürokratisch zu helfen und zur Vermeidung unbilliger Härten hat das Thüringer Finanzministerium zusammen mit dem Bundesministerium der Finanzen steuer­liche Erleichterungen abgestimmt.“ Agrarministerin Birgit Keller begrüßte die Maßnahmen. Damit seien die Belange des Forstministeriums sowie des Waldbesitzerverbandes gehört worden.



Zu den wichtigsten Möglich­keiten dieser Hilfsmaßnahmen zählen die Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer, die Stundung fälliger Steuern des Bundes und des Landes, die bis zum 31. Mai 2018 beantragt werden können, sowie der Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge.


Inhabern von Forstflächen wird für Gewinne aus der Nutzung des sogenannten Kalamitätsholzes unter erleichterten Voraussetzungen der Steuersatz von einem Viertel des durchschnittlichen Steuersatzes gewährt. Außerdem können Betriebsinhaber mit Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich bei erheblicher Schädigung des Baumbestandes von einer Aktivierung des eingeschlagenen und unverkauften Kalamitätsholzes ganz oder teilweise absehen.


Für Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieben, Vermietung und Verpachtung sowie selbstständiger Arbeit würden die Bildung steuerfreier Rücklagen und Abschreibungserleichterungen bei Ersatzbeschaffung unbürokratische Hilfe schaffen. Betroffenen empfahl das Finanzministerium, sich mit ihrem Finanzamt in Verbindung zu setzen. 

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