Saubere Druschernte

03.11.2015

© Frank Hartmann

In etlichen Teilen des Freistaates konnten die Landwirte mit Qualität und Menge der Ernte zufrieden sein.

Zügig ging die diesjährige Druschernte voran, sodass den Landwirten im Freistaat ein früher Abschluss beschieden war. „Die sehr guten Druschbedingungen spiegeln sich in sehr niedrigen Kornfeuchten wider. Auch die anderen für die Ertragsberechnung wesentlichen Faktoren Auswuchs und Besatz wiesen niedrige Werte auf“, urteilte Dr. Volkmar König, TLL-Referatsleiter, beim Kolloquium zur Qualitätsauswertung der Landesanstalt in der vorigen Woche in Jena. Und: „Die Proteingehalte, die in den vergangenen beiden ertragsstarken Erntejahren auf ein sehr niedriges Niveau abgesunken waren, lagen in diesem Jahr bei den relevanten Kulturen Winterweizen und Sommergerste wieder höher.“


Beim Winterweizen (Ertrag: 73,3 dt/ha), den die TLL wie alle anderen Getreidearten im Rahmen der Besonderen Ernteermittlung (BEE) untersuchte, lag der RP-Gehalt im Mittel aller Proben bei 13,58 %. Auch wenn dieser deutlich über dem Jahr 2014 liegt (12,5 %), gehört dieses Ergebnis, gemessen an den letzten 20 Jahren, zu den schwächeren. Bei der Sommergerste (53,9 dt/ha), die traditionell als Braugetreide angebaut wird, ermittelte die TLL einen mittleren RP-Gehalt von 11,48 %. Im Langzeitvergleich ist dies ein solider Wert.


Angesichts von Feuchtegehalten zwischen 11,9 % (Triticale) und 13,0 % (Wintergerste) spielte die Trocknung, wenn überhaupt, ­eine sehr geringe Rolle. Raps (36,9 dt/ha) wurde mit einem durchschnittlichen Feuchtegehalt von 6,65 % gedroschen.  Verbunden mit geringen Besatzwerten beim Getreide (0,15 % Winterweizen bis 0,43 % Wintergerste; Raps: 3,0 %) zeichnen die diesjährige Ernte gute Lagerbedingungen und einen geringen Reinigungsaufwand aus. Auswuchs, so die TLL, spielte 2015 keine Rolle.

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