Saatbauverband

03.08.2012

© Sabine Rübensaat

Der Bundesverband Deutscher Saatguterzeuger (BDS) muss und will sich neu aufstellen. Das wurde kürzlich auf der Jahreshauptversammlung des Verbandes in Trier angekündigt, wie Mario Reinhold, Geschäftsführer des Saatbauverbandes Thüringen, berichtete. Überdacht werden soll die bisherige Verfahrensweise beim brancheninternen Qualitätssicherungssystem (QSS). So geht   dem Interessenverband der ­Vermehrungbetriebe die Zertifizierung von Beizstellen zu langsam voran. Laut Reinhold wurde auf der BDS-Tagung die Forderung erhoben, Saatgutbeizungen für  Z-Saatgut und Nachbau schnellstmöglich nur noch auf zertifizierten Anlagen zuzulassen.


Auch für die Thüringer Vermehrer sind die Kosten für die Saatgutproduktion aufgrund diverser Auditierungen, Zertifizierungen und des sich stetig verteuernden Basissaatguts kontinuierlich gestiegen. Dagegen seien die Vermehrerzuschläge seit 20 Jahren konstant geblieben. „Dadurch sinkt die Rentabilität für die  Vermehrer und ihre Bereitschaft, in diesen Betriebszweig zu investieren“, sagt Reinhold. Bundesweit rechne man damit, dass mittelfristig  Vermehrungsbetriebe fehlen werden. Nach einem Einbruch der Vermehrungsflächen im Freistaat steigt das Engagement wieder (2009/10: 10.240 ha; 2011/12: 12.100 ha).


Von den in diesem Jahr zur Produktion von Z- und Basissaatgut angebauten 12.100 ha entfallen 8.570 ha auf Sommer- und Wintergetreide, 2.160 ha auf Gräser, 590 ha auf Leguminosen, 277 ha auf Öl- und Faserpflanzen sowie 509 ha auf Kartoffeln. 44 Vermehrungsbetriebe sind derzeit im Thüringer Saatbauverband organsiert. „Wir unterstützen die Mitglieder unter anderem bei der Preisfindung gegenüber den VO-Firmen, damit die Kosten der Saatgutproduktion gedeckt werden können“, sagt Reinhold. Der Saatbauverband Thüringen, der im Dezember sein 20-jähriges Bestehen begeht, suche natürlich nach neuen Mitgliedern, „um die heimischen Saatgutvermehrer und den Saatbauverband gegenüber seinen Verhandlungspartnern fortwährend zu stärken“.


Aktuell streben die Saatguterzeuger und der Bundesverband an, das Versorgungsrisiko, das sie bis heute allein tragen, mit den Züchtern zu teilen. BZ


Kontakt Saatbauverband Thüringen, Tel. (01 62) 2 78 30 31

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