Reinerbig hornlos gefragt

09.03.2016

© LTR

Cortino, ein Comet-Sohn aus der Zuchtstätte Romano Kästner (Nobitz), wechselte für 4 500 € den Besitzer und deckt zukünftig in einem Thüringer Zuchtbetrieb.

Fleischrindzüchter und Mutterkuhhalter aus ganz Deutschland fanden sich  im Zucht- und Vermarktungszentrum Laasdorf ein. Zur 25. Bullenauktion des LTR hatten die Thüringer Züchter 44 stations- sowie sechs feldgeprüfte qualitativ hochwertige Bullen aufgetrieben.  Mit 37 Tieren dominierte das  Fleckvieh; sechs Charolais-, fünf Angus- und jeweils ein Blonde d‘Aquitaine- und Limousinbulle boten sich den Käufern.

 

Mr. Dornburg: Lacoste


Die Auktionshalle war schon am Vormittag zur Vorstellung der Bullen im Ring sehr gut gefüllt. Ulrike Niebling, beim LTR für die Leistungsprüfung der Fleischrinder verantwortlich, bewarb im Sinne der Züchter die Vorzüge der einzelnen Bullen. Dabei fehlte nicht die traditionelle Ernennung des „Mr. Dornburg“, des Bullen mit der höchsten Prüftagszunahme in der Station. Dieser Titel ging in diesem Jahr an einen hornlosen Charolaisbullen. Der Luxus-Sohn Lacoste, gezogen von Udo Gabler (Kriebitzsch), nahm am Prüftag sagenhafte 2 225 g zu.

 

Körsieger Gabriel


Körsieger mit den Traumnoten 8 im Typ, 9 in der Bemuskelung sowie 8 im Skelett war bei diesem ersten Saisonhöhepunkt der reinerbig hornlose General-Sohn Gabriel aus der Zucht von Christian Müller (Linda). Dieser Ausnahmebulle bestach mit viel Kaliber und extremer Körperbreite sowie einer Bemuskelung, die nichts zu wünschen übrig lässt.


Unter der Regie von LTR-Handelsleiter Danilo Bardehle verlief der Auftakt der Auktion sehr flott.  Es wurde zügig geboten. Nach dem ersten Drittel stagnierte die Auktion dann etwas. Die potenziellen Käufer wachten aber wieder auf, und so wurde die Auktion wieder erfrischender.


Letztendlich wurde bis auf zwei Tiere (Fleckvieh und Angus) das Angebot zu einem Durchschnittspreis von 2 782 € beräumt. Teuerster Bulle des Tages mit 6 500 € war der Körsieger Gabriel. Er wird zukünftig seinen Dienst als Besamungsbulle des LTR und des ZBH verrichten.


Die Fleckviehbullen fanden im Durchschnitt für 2 860 € ihre Käufer. 2 650 € erzielten im Mittel die vier Angusbullen, 2 533 € die sechs Charolais. Für die aufgetriebenen Einzeltiere der Rassen Limousin und Blonde d’Aquitaine konnte der Zuschlag bei 2 500 bzw. 2 300 € erteilt werden.


Der Auktionsverlauf zeigte deutlich, dass Bullen mit entsprechender Qualität und reinerbiger Hornlosigkeit stark nachgefragt wurden und entsprechend höhere Preise erzielten. Die Qualität der aufgetriebenen Bullen war aufgrund der hohen Selektion auf der Prüfstation wiederum sehr gut. Die Stationsprüfung ist nach wie vor das beste Mittel zur genetischen Verbesserung der heimischen Fleischrindherden, da sie auf sicheren und wiederholbaren Prüfergebnissen beruht, die unter einheitlichen Umweltbedingungen entstanden sind. 


Nächster Auktionstermin in Laasdorf ist der 27. April.

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