Prüfung zum Herdenmanager

06.08.2012

© Landvolkbildung

Dem großen Bedarf der Praxis folgend, führte die Landvolkbildung Thüringen die Fortbildungsmaßnahme zur Vorbereitung auf die Prüfung zum Fachagrarwirt Herdenmanagement mit der Spezialisierung Rind oder Schwein durch.


Im Spätsommer 2010 begann die berufsbegleitende Maßnahme mit Teilnehmern aus ganz Thüringen in der Landvolkbildung-Außenstelle Stadtroda. Die Lehrveranstaltungen endeten in diesem Frühjahr. Alle 19 zur Prüfung angemeldeten Teilnehmern haben bestanden. Die praktischen Prüfungen fanden in der Agrar eG Großobringen, in der Agrargesellschaft Griesheim mbH und in der Agrar eG „Wöllmisse“ mit Sitz in Gernewitz statt. Diesen Betrieben gilt ein großes Dankeschön. Ein Dank geht auch an die Dozenten, die zum großen Teil aus Thüringen, aber auch aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen kamen.


Die frischgebackenen Fachagrarwirte sind nunmehr gut gerüstet, um das Tiergesundheits- und Herdenmanagement in ihren Betrieben umzusetzen. Dazu erwarben sie Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Hygiene, Haltung, Fütterung, Tiergesundheit und dem Erkennen von Krankheiten. Hinzu kam Wissen zu den Leistungswerten einer Herde, den Rechtsvorschriften für Tierhalter, den Haltungsbedingungen und Bewirtschaftungsempfehlungen, zur Tierzucht, dem Tiertransport, der Tierseuchenprophylaxe und -bekämpfung.


In der berufsbegleitenden Maßnahme waren neben dem theoretischen Unterricht auch viele praxisrelevante Elemente enthalten, so der Besuch der ­EuroTier mit speziellen Studienaufträgen für jeden Teilnehmer, der Besuch der Herzgutmolkerei Schwarza und des TLL-Schweinetages. Die Tierkörperbeseitigungsanlage Elxleben, der Tiergesundheitsdienst und andere Einrichtungen standen ebenso auf dem Plan.


Im Praktikum konnten die Lehrgangsteilnehmer Erfahrungen sammeln und Meinungen zu verschiedenen Erkenntnissen in der Tierproduktion fachgerecht diskutieren.


Nach Aussagen des Leiters des Zweckverbandes der Veterinär- und Lebensmittelüberwachung des Saale-Holzland-Kreises, Dr. Martin Meißner, wird hoch qualifiziertes Personal in der Praxis benötigt. Die Ausbildung der Land- und Tierwirte zum Herdenmanager sei auch ein Beitrag zum Tierschutz und verbesserten Tierwohl.

Sicherlich war es für die Teilnehmer nicht immer einfach, vor bzw. nach ihrer Schicht oder auch an freien Tagen am Lehrgang teilzunehmen. Umso höher ist die bestandene Prüfung zu bewerten. Nun ist zu hoffen, dass die erfolgreichen Teilnehmer in den jeweiligen Landwirtschaftsbetrieben entsprechend ihrer Qualifikation eingesetzt werden.

 

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