Private Brennholzwerber

22.02.2013

 

 

In den zertifizierten rund 200.000 ha Wald der Thüringer Landesforstanstalt (ThüringenForst) sowie allen anderen zertifizierten privaten und kommunalen Forstbetrieben ist seit Jahresbeginn die Brennholzwerbung durch Private nur noch unter Nachweis eines Motorsägenscheins möglich. Vorige Woche informierte der ThüringenForst, welche Motorsägenscheine bei nicht-gewerblichen Brennholzwerbern anerkannt werden. Neben bestimmten aktuellen Zertifikaten wird auch der „Berechtigungsschein für EMKS (Einmann-Motorkettensäge)“ der DDR anerkannt. Dadurch, so der ThüringenForst, vereinfache sich die Brennholzwerbung im Staatswald.


Damit folge man den Empfehlungen des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) als bundesweite Forstprüfstelle sowie den Anforderungen der Versicherungsträger, die hierzu Kriterien für Motorsägenkurse vorgegeben hatten. Sämtliche Lehrgänge deutscher staatlicher Forstverwaltungen, des Thüringer Waldbesitzerverbandes, der Unfallkassen, der Wehren und Lehrgänge von Anbietern mit dem KWF-Gütesiegel für Motorsägenkurse werden im Freistaat anerkannt. Demnach sind durch Private mindestens zehn Stunden Lehrgang für die Aufarbeitung von liegendem Brennholz erforderlich. Soll bei der Brennholzwerbung zusätzlich auch schwaches Holz gefällt werden, ist ein weiterer Tageslehrgang erforderlich. „Wie wichtig bessere Kenntnisse im Umgang mit der Motorsäge sind zeigt sich, wenn man bedenkt, dass im Privatwald bei der Brennholzernte jedes Jahr vier bis fünf tödliche Arbeitsunfälle zu beklagen sind“, sagte Volker Gebhardt, Vorstand des Staatsbetriebes ThüringenForst.


Nicht anerkannt würden ein- oder mehrstündige Indoor-Kurzeinweisungen, bei denen oft genug nur die Fähigkeit erlangt wird, eine Motorsäge zu starten. Wer dagegen einen qualifizierten Motorsägenkurs absolviert habe, wisse unter ­anderem, dass er nur mit kompletter persönlicher Schutzausrüstung, immer nur zu zweit, stets mit einem Kleinverbandspaket am Mann und vorzugsweise mit KWF-geprüften Forstgeräten und Maschinen arbeiten darf.


Im Falle eines Falles erspare sich der Brennholzwerber gegebenenfalls finanzielle Regressansprüche der den Schadensfall regulierenden Versicherung. Wiederholte Verstöße gegen die in den Lehrgängen vermittelten Unfallverhütungsvorschriften könne außerdem zum Ausschluss aus der Brennholz-Kundenliste eines Reviers des ThüringenForstes führen, wirbt man für mehr Arbeitsschutz. BZ


 

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