Ostthüringen: Angriff eines Wolfes bestätigt

09.05.2018

© Harald Lachmann

Erfurt. Zwei tote und drei verletzte Schafe im Saale-Holzland-Kreis sind Opfer des Wolfes ge­worden. Wie das Umweltminis­terium auf Nachfrage mitteilte, ­bestätigte die Genprobenanalyse den Verdacht. Die Attacke ereignete sich am 14. April in Altenberga bei Kahla. Nur 20 km südlich davon bei Breitenhain war tags zuvor ein Wolf geichtet und fotografiert worden.



In einem anderen Fall reichten die Speichelproben hingegen nicht für eine genetische Bestimmung des Raubtieres: Am 10. April wurden bei Crawinkel zwei tote Kälber aufgefunden. Aufgrund der vorgefundenen Indizien, so das Umweltministerium, wurde der Riss nach fachmännischer Begutachtung offiziell als vom Wolf verursacht bewertet. Anders als beim Ostthüringer Fall, liegt Crawinkel im Wolfsgebiet. Man geht davon aus, dass hier eine Wölfin mit noch drei hybriden Jungtieren lebt.



Am 12. Mai laden der Thüringer Schafzuchtverband und die Agrarprodukte Schwabhausen eG zu einem Mahnfeuer ein. Dieses ist Teil einer bundesweiten Aktion, die der Förderverein der Deutschen Schafhaltung initiiert hat. Mit dem Mahnfeuer wollen die Schäfer angesichts einer wachsenden Wolfspopulation den Blick auf die Weidetierhalter lenken, die in ihrer Schutzwürdigkeit von der Politik erst nach dem Wolf kämen. 


Mahnfeuer: 12. Mai, ab 18 Uhr, an der B 247 zwischen Schwabhausen und Ohrdruf

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