Obstbau: Knackige Ernte

18.09.2014

© Sabine Rübensaat

Süßkirschen

Erfurt. Die Obstbauern im Lande erwarten eine gute Apfelernte. Wie die Agrarstatistiker mitteilten, rechneten die  auf den Marktobstbau ausgerichteten Betriebe, die Mitte August ihre Meldungen abgaben, mit einem Ertrag von 32,8 t/ha. Damit läge der Flächenertrag um 38 % über dem Vorjahreswert (23,8 t/ha), der allerdings sehr niedrig ausfiel. Die diesjährige Ernte könnte somit 17 % über dem sechsjährigen Mittel der Jahre 2008–2013 liegen. Trotz eines Rückgangs der ertragsfähigen Apfelfläche um 86 ha auf 1 066 ha werde nach ersten Berechnungen die Gesamterntemenge von 35 000 t die des Vorjahres um mehr als ein Viertel übersteigen. Bei Birnen, die mit 18 ha nur eine kleine Rolle spielen, rechneten die Obstbauern mit einem niedrigen Hektarertrag von 6,4 t, der sich deutlich unter dem fünfjährigen Mittelwert (10 t/ha) bewege.

Gesicherte Daten liegen der Agrarstatistik von der Kirschernte vor. Bei Süßkirschen wurde ein Ertrag von 7,5 t/ha erreicht. Das entsprach 32 % über dem Vorjahreswert und 35 % über dem langjährigen Mittel der Jahre 2008–2013. Die ertragsfähige Süßkirschenfläche war zu dieser Saison um 17 auf auf 234 ha ausgebaut worden. Bei den Sauerkirschen ermittelte man einen Ertrag von 11,6 t/ha. Sowohl der Vorjahresertrag als auch der langjährige Durchschnitt der Jahre 2008–2013 von jeweils 8,0 t/ha wurde um rund 45 % übertroffen. Allerdings ging die ertragsfähige Fläche gegenüber 2013 um weitere 36 ha bzw. 12 Prozent auf 252 ha zurück. Gut 150 t Sauerkirschen hätten nach Auskunft der Obstbaubetriebe nicht vermarktet werden können.
94 % der Ernte ging an industrielle Verarbeiter, lediglich ein Prozent gelangte frisch an die Verbraucher.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr