Neue Einsatzfelder für Drohnen prüfen

27.05.2016

Drohne © Frank Hartmann

Jena. Landwirtschaftsministerin Birgit Keller will weiterhin Drohnenprojekte mit Mitteln der Innovationsförderung (EIP) unterstützen. Wie die Ressortchefin auf der Fachtagung „Einsatz von Drohnen in der Land- und Forstwirtschaft“ in Jena erklärte, werden für diese Technologie neue Einsatzfelder unter anderem in der Landesverwaltung geprüft.



„Bei den arbeitsintensiven Vor-Ort-Kontrollen in der EU-Agrarförderung führen beispielsweise die erhöhten rechtlichen Anforderungen zu zusätzlichen Prüfbesuchen der Agrarverwaltung in den Betrieben. Mit dem Einsatz von Drohnen könnten wir unser Personal entlasten“, sagte Keller.



Auch bei der Waldvermessung sieht die Ministerin neue Perspektiven. So erleichtere die Messung der Baumhöhen aus der Luft die Erfassung forstlicher Versuchsfelder. In den vergangenen Jahren wurden laut Keller bereits drei Drohnenprojekte mit 250 000 € aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) unterstützt. Die Vorhaben dienten der Erfassung von biotischen und abiotischen Schäden in Getreide- und Ölsaatbeständen und der Erkennung von Wildtieren während der Ernte.



Für die nächste ELER-Periode seien bereits vier neue Projektideen entstanden. Außerdem habe die TLL einen Forschungsauftrag zur Nutzung von Drohnen in der Agrarverwaltung erhalten. Die Landwirtschaft ist Keller zufolge der Bereich der Wirtschaft mit der höchsten Dynamik beim Einsatz intelligent handelnder und autonom funktionierender Systeme.



Gut 120 Teilnehmer zählte die gemeinsame „Drohnentagung“ der TLL und des Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrums Gotha des Staatsbetriebes ThüringenForst. Gerade im Forstbereich steht der Einsatz von Drohnen noch ganz am Anfang, verspricht aber weitreichende Einsatzmöglichkeiten. Neben rechtlichen diskutierte die Tagung technische Fragen. Verschiedene Drohnendienstleister führten in Jena die Anwendung ihrer Fluggeräte vor.

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