Nachdenken über Ökomast

18.08.2016

Kälber © Frank Hartmann

Ob als Frischware oder verarbeitet: Für ökologisch erzeugtes Rindfleisch gibt es einen Markt, der von Nachfrage bestimmt ist, weiß Helmut Deckert von der Erzeugergemeinschaft „Thüringer Ökoflur Naturfrucht“ mit Sitz in Nottleben. Das würden auch die Preise widerspiegeln: Aktuell lägen die Schlachtkörperpreise für Bullen bei 4,40 €/kg. „Uns fehlen aber in Thüringen Kapazitäten zur ökologischen Rindermast“, bedauert Deckert. Gleichwohl finde man in Thüringen Mutterkuhhaltung nach ökologischen Kriterien. Diesen Betrieben fehle es aber oft an Möglichkeiten, ihre Absetzer weiterzumästen. Und so würde dieser Teil der Wertschöpfung außerhalb stattfinden bzw. vermarkten die Mutterkuhhalter die Absetzer konventionell.


Aus diesem Grund wirbt Deckert dafür, dass konventionelle Betriebe mit freien Stallkapazitäten den Einstieg in die ökologische Rindermast prüfen – in Dienstleistung oder als eigenständiges Geschäftsfeld. Und dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Milchpreiskrise und dem Abbau von Milchkuhbeständen: „Die Anlagen haben in der Regel Bestandsschutz, der durch eine Weiter- oder Teilnutzung aufrechterhalten wird.“


Voraussetzung für die Ökohaltung sei die Aus- bzw Neugründung eines Betriebsteils, die Schaffung entsprechender Haltungsbedingungen (Platz und Einstreu) inklusive Futterflächen und Freilandhaltung. Für ökologisch erzeugtes Kraftfutter könnten Partnerschaften vermittelt werden. Der Ökoflur Naturfrucht w.V. bietet allen Interessierten entsprechende Unterstützung bzw. Beratung an: Tel. (03 62 08) 8 18 20; E-Mail: oekoflur@remove-this.t-online.de.

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