Nach der Mahd die Maus

21.07.2015

© TBV

Frassschäden am Raps aus dem Feldmausjahr 2012.

Erfurt. Nach Einschätzung der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) befindet sich die Feldmauspopulation weiter in der Vermehrungsphase. Auf Anfrage der BauernZeitung teilte die Fachbehörde mit, dass davon auszugehen sei, dass bei günstigen Bedingungen eine rasche Vermehrung bzw. Ausbreitung des Schadnagers im Herbst einsetzt. Momentan liege ein mittlerer bis vereinzelt starker Feldmausbefall vor. Das Ausmaß des Jahres 2012 werde jedoch nicht erreicht. Dennoch: Bei Starkbefall seien durchaus Ertragsausfälle von bis zu 25 % möglich.



Die TLL empfiehlt, auf befallenen Ackerflächen nach der Mahd eine tiefe mechanische Bodenbearbeitung mit Pflug bzw. Tiefengrubber zur Zerstörung der Nester durchzuführen. Im Anschluss sollte die sofortige und kontinuierliche Kontrolle der ersten Aussaaten (Raps) auf einwandernde Mäuse einsetzen und bei Erreichen der Bekämpfungsschwelle ohne Verzug ihre Bekämpfung mit Giftweizen angegangen werden. Den Betrieben rät die TLL zudem, jetzt schon ausreichend Personal für den Legeflinten-Einsatz zu organisieren! Parallel bemühe man sich um eine Genehmigung der Anwendung von Giftweizen auf Feldrändern. Auf dem Grünland, dass in dieser Saison massiv und erstmals in Südthüringen betroffen ist, sei die Bekämpfung ungleich schwieriger. Der Bewuchs sollte kurzgehalten werden, um Fressfeinden den Zugriff zu erleichtern. Nach der Nutzung sei die Legeflinte auch hier eine Option.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr