Mutterkühe: Zuchtbericht 2016 und Marktlage

31.03.2017

© Sabine Rübensaat

Fester Bestandteil des Thüringer Fleischrindertags ist die Vorstellung des Zuchtberichts 2016. Wie Wolfram Knorr von der TLL in Knau informierte, war der Mutterkuhbestand mit 38 216 Tieren im zweiten Jahr in Folge leicht rückläufig. Bezeichnend für die Thüringer Halter sind die geringen Bestandsgrößen. So besitzen 1 875 der 2  452 Mutter­kühe haltenden Betriebe maximal neun Tiere. Rund zwei Drittel der heimischen Halter sind im Nebenerwerb aktiv.


Leicht gestiegen ist im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Herdbuchbetriebe um 11 auf 303.Insgesamt beträgt die durchschnittliche Bestandsgröße der Zuchtbetriebe 19,3 Tiere. Bei den Rassen dominiert weiterhin mit großem Abstand Fleckvieh-Simmental. Trotz eines Rückgangs auf 3 002 Tiere (2015: 3  333) bleibt die Herdbuchpopulation die größte in Deutschland. Der Rückgang fußt im Übrigen  auf dem Ausstieg zweier größerer Betriebe aus der Herbuchzucht – die Tiere gibt es aber noch. Es folgen Limousin (666) und Angus (447). Besonders hervorzuheben sind die Zuchtbemühungen beim Roten Höhenvieh. Die als bedroht eingestufte Rasse zählt in Thüringen inzwischen 326 Herdbuchtiere, was einem Zuwachs von rund 15 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (2015: 284). Damit steht sie unter den 21 in Thüringen gelisteten Rassen bereits auf Platz fünf. Mitentscheidend dafür ist u. a. die Förderung des Landes. Allein 2016 nahmen fünf neue Rotviehhalter die Herdbuchzucht auf.  


Holker Ludewig vom LTR schätzte ein, dass die Mutterkuhhalter im zweiten Jahr in Folge auf ein gutes Jahr blicken konnten. Ausdruck dieser stabilen Marktlage waren die zum Teil sehr guten Ergebnisse der Absetzerauktionen in Laasdorf.


Positiv entwickelte sich der Zuchtbullenmarkt. Die 154 verkauften Tiere erzielten einen Durchschnittspreis von 2  447 € – was einem neuen Höchstwert entspricht. Am ertragsreichsten waren Fleckvieh-Simmental-Bullen mit einem Durchschnittspreis von 2 583 €. „Die Preise gehen vor allem deshalb nach oben, da die Käufer für vorteilhafte Erbanlagen der Tiere durchaus tiefer in die Tasche greifen“, so Wolfram Knorr. Oftmals hätten sich die Investitionen für einen Bullen bereits nach zehn Kälbern amortisiert.

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