Modernisierung und Neubau der Fachschule in Stadtroda

24.09.2014

© Frank Hartmann

Mehr als 20 Jahre wurde über die Modernisierung bzw. einen Neubau der Fachschule diskutiert. Nach nur zwei Jahren Bauzeit gibt es ihn nun.

Als Pluspunkt für sich im Wahlkampf nutzend, übergaben Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Agrarminister Jürgen Reinholz den Neubau der Fachschule für Agrarwirtschaft Stadtroda an die TLL. Zwischen Mensa und Verwaltungsgebäude auf der einen und dem Internat auf der anderen Seite steht der knapp 3,5  Mio. € teure moderne Neubau, in dem am 20. Oktober der Unterricht beginnen kann. Bis dahin sollen die letzten Feinarbeiten abgeschlossen, die Schulmöbel angeliefert und die nagelneuen Fachkabinette, etwa für Fremdsprachen und Chemie, eingerichtet sein. Mit dem Neubau am Burgblick geht in der „Villa“ an der Gustav-Herrmann-Straße eine fast hundertjährige Ära der landwirtschaftlichen Fortbildung zu Ende. TLL-Vizepräsident Dr. Armin Vetter erinnerte daran, dass die Villa nur noch von außen schön, ein Neubau unumgänglich gewesen sei. Vetter mahnte den Berufsstand an, reichlich Nachwuchs an die Fachschule zu entsenden.

Vor dem Sommer trafen in Stadtroda die Bewerbungen nur schleppend ein. Nunmehr kann die Fachschule aber zwei neue Winterschulklassen mit zusammen 30 Schülern eröffnen. Momentan erfahren hier 100 Fachschüler und 20 Tierwirtschaftsmeister ihre Fortbildung.

TBV-Präsident Helmut Gumpert unterstrich den guten Ruf, den die Fachschule über die Grenzen Thüringens hinaus besitze. Er sagte zu, dass die Betriebe auch in Zukunft Fachschüler werben würden und forderte gleichzeitig den Freistaat auf, stets für gute Ausbildungsbedingungen zu sorgen. Gumpert wünschte, dass mit dem neuen Fachschulgebäude der alte „Geist von Stadtroda“ erhalten bliebe. Dieser meine bäuerliche Tradition, Offenheit für Neues und Berufsstolz ohne hochnäsig zu sein.

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