Mit Tarifbindung auf sicherer Seite

20.05.2015

© Sabine Rübensaat

Der Thüringer Tarifvertrag gestattet in Spitzen wie der Ernte lange Arbeitszeiten.

Erfurt. Auf geltende Regelungen bezüglich der Arbeitszeit während der Bestellung und der Ernte hat noch einmal der Land- und forstwirtschaftliche Arbeitgeberverband in Thüringen hingewiesen. So hätte die Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) klargestellt, dass tarifliche Regelungen für längere tägliche Arbeitszeiten Vorrang vor behördlichen Genehmigungen hätten. Der Tarifvertrag der Land- und Forstwirtschaft in Thüringen erlaube es, während der Bestell- und Erntezeiten die Ruhezeiten auf mindestens acht Stunden zu verringern. Unter Berücksichtigung des Gesundheitsschutzes seien damit Arbeitsschichten, inklusive Pausen, von bis zu 16 Stunden möglich. Für alle Mitgliedsbetriebe des Arbeitgeberverbandes würden diese Ausnahmeregelungen direkt gelten.

 

Für all jene Betriebe, die den gültigen Thüringer Tarifvertrag nicht anwenden, würden die Regelungen des Arbeitszeitgesetzes Anwendung finden. Danach könnten diese Betriebe im Einzelfall als Saisonbetriebe anerkannt werden. Nach Prüfung durch die zuständige Behörde sollte eine Bewilligung für die Verlängerung der Arbeitszeit erfolgen, die jedoch im Regelfall nicht über zwölf Stunden tägliche Arbeitszeit reicht.

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