Ministerin Keller stellt Jagdstrecke 2016/17 vor

08.08.2017

© DJV

Die Statistik verdeutlicht, dass die Jäger ihren Beitrag zur Hege und zum Erhalt eines artenreichen und gesunden Wildbestandes vorbildlich leisten.“ Das stellte Agrarministerin Birgit Keller anlässlich der Veröffentlichung der Jagdstrecke 2016/17 voran.


Erstmals seit 1993 wurde der Wert von 40 000 Stück erlegten, verunfallten und verendet aufgefundenen Rehwildes überschritten. Der Anteil der verendeten und verunfallten Rehe ist mit rund zehn Prozent der Jagdstrecke nahezu unverändert. Mit 6 041 Stück ist auch die Jagdstrecke beim Rotwild im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent gestiegen. Die Streckenergebnisse beim Dam-, Muffel- und Schwarzwild weisen dagegen nur geringe Änderungen zum Vorjahr auf. Dass sich naturgegebene Schwankungen des Wildbestandes in der Jagdstrecke widerspiegeln, zeigen die Zahlen beim Schwarzwild. Wurde im Jagdjahr 2012/13 noch eine Rekordstrecke von 37 400 Sauen verzeichnet, so sank diese bereits im Folgejahr um 40 %. Im abgelaufenen Jagdjahr gab es eine Jagdstrecke von 31 052 Stück Schwarzwild. „Beim Schwarzwildbestand ist eine dauerhafte Regulierung besonders bedeutend, um Wildschäden auf ein wirtschaftlich verträgliches Maß zu senken“, so Keller. Nicht zuletzt sei es notwendig,  einer weiteren Ausbreitung der hochinfektiösen Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. Das für Tierseuchenschutz zuständige Sozialministerium empfiehlt daher eine konsequente Bejagung von Schwarzwild.


Die Zahl der erlegten, verunfallten und verendet aufgefundenen Waschbären liegt im Jagdjahr 2016/17 bei über 11 160. Im Vorjahr waren es noch 10 800 Waschbären. Die Eindämmung der sich ausbreitenden Waschbärpopulation, die heimische Arten gefährdert, bezeichnete Keller als wichtige Aufgabe. Auffällig seien die hohen Anteile an Fall- und Unfallwild beim Dachs (30 %) sowie beim Wildkaninchen und Feldhasen (50 %).

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