Milchkrise: Freistaat bürgt für Darlehen

09.11.2016

© Sabine Rübensaat

Erfurt. Das Agrarbürgschaftsprogramm des Landwirtschaftsministeriums für hiesige Milchviehbetriebe ist wie angekündigt am Montag dieser Woche gestartet.



Fachministerin Birgit Keller erklärte, dass man die Milchbauern in der Krise nicht allein lasse.  „Auch wenn einige Supermärkte die Preise für Milch inzwischen wieder angehoben haben, bedeutet das noch keine Entwarnung. Da das Milchgeld in der notwendigen Höhe bislang ausbleibt und finanzielle Rücklagen in der Regel bereits aufgebraucht wurden, sind zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes Betriebsmittelkredite zwingend notwendig“, so Keller. Wenn die Thüringer Bauern langfristig überleben sollen, sei es wichtig, dass die Lebensmittel nicht verramscht werden. Keller forderte, dass die Einnahmen aus den höheren Einzelhandelspreisen auch bei den Landwirten ankommen müssten.



Das Bürgschaftsprogramm, das gemeinsam mit dem Finanzministerium und der Thüringer Aufbaubank (TAB) entwickelt wurde, soll die Bereitschaft der Banken zur Kreditierung landwirtschaftlicher Unternehmen fördern. In den Jahren 2016 und 2017 stehen zusammen
100 Mio. € zur Verfügung.



Herrin des Bürgschaftsverfahrens ist die Thüringer Aufbaubank (TAB). Für Fragen – auch im Vorfeld einer Antragstellung –  stehen die TAB-Mitarbeiter und der TAB-Kreditmediator zur Verfügung.

 

Lesen Sie dazu mehr in Heft 45/2016 (Südausgabe) auf der Seite 12.

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