Landwirte sammeln Spenden für Krebsforschung

01.06.2017

© TBV

Die BIG Challenge machte halt in Nordhausen.

Mehr als 200 000 Menschen sterben deutschlandweit jedes Jahr an Krebs. Forschung hilft, Leben zu retten, Menschen Hoffnung und Zukunft zu geben. Aber dafür braucht es Geld, sowohl staatliches als auch Spenden. Engagament zeigen hierbei unter anderem  Landwirte. Sie bieten dem Krebs die Stirn, und zwar sportlich.


Das zeigten deutsche und niederländische Landwirte abermals auf der BIG Challenge, einer mehr als 1 000 km langen Radtour, die in diesem Jahr von Amsterdam nach Berlin führte. Ziel war es, für die Krebsforschung Sponsoren- und Spendengelder zu sammeln um diese für Projekte der Deutschen Krebshilfe oder deren niederländischem Pendant KWF zu übergeben.


In diesem Jahr kamen die 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der BIG Challenge-Radtour auf ihrem Weg nach Berlin am 17. Mai nach Nordhausen, um dort Station zu machen. Fünf Kilometer vor dem Ziel hatten sich mehrere Thüringerinnen und Thüringer den aus Göttingen kommenden Aktiven angeschlossen. TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner und Ingolf Lerch, Vorsitzender des Eichsfelder Bauernverbandes, ließen es sich nicht nehmen und fuhren auf ihren Rädern mit. „Wir Landwirte sind Teil der Gesellschaft, und als solche stehen wir an der Seite aller, die sich im Kampf gegen diese Krankheit engagieren“, so ein etwas erschöpfter, aber zufriedener Bauernpräsident nach der Ankunft des Feldes auf dem Nordhäuser Rathausplatz.


Dort hatten mit großem Einsatz die Mitarbeiter des TBV, des KBV Nordhausen, der RGS Mitte, der Landvolkbildung und der Initiative Heimische Landwirtschaft einen Markt für die Zieleinfahrt organisiert, auf dem etwa das Nordthüringer Tumorzentrum und die Ortskrankenkasse Informationen zum Umgang und der Vorbeugung von Krebs bereithielten. Zahlreiche Direktvermarkter waren mit ihren Produkten vor Ort, ebenso die Informationsstände des Bauernverbandes und der heimischen Landwirtschaft.


Die Anstrengung der Aktiven zeitigte Erfolg und ließ die Spendenkasse klingeln: Einige übergaben ihre Spende per Scheck direkt an die BIG Challenge, so etwa Roland van Asten von der gleichnamigen Schweineproduktion  in Nordhausen, die Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Thüringen (IGS) oder die BASU-Mineralfutter GmbH. Andere spendeten ihre erzielten Einnahmen aus dem Verkauf auf dem Markt, wie die Agrargenossenschaft Heringen und die Zorgeland Windehausen GmbH.


Zwei Tage später, am 19. Mai, erreichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der BIG Challenge Tour 2017 schließlich ihren Zielort Berlin und fuhren auf den Pariser Platz ein. Am Brandenburger Tor wurden die radelnden Landwirte von der Botschafterin der Deutschen Krebshilfe, Linda Hesse, dem Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Peter Bleser, sowie von Werner Schwarz und Johannes Röring als Vertretern des Deutschen Bauernverbandes (DBV) begeistert empfangen. Alle würdigten das Engagement der Aktiven und zollten der sportlichen Leistung Respekt. Dank gilt aber auch all denjenigen, die sich rund um die BIG Challenge eingebracht und tatkräftig zum Gelingen beigetragen haben. Für die Krebsforschung hatte sich deren Einsatz in jedem Fall gelohnt: Rund 147 000 € waren bis zu diesem Zeitpunkt bereits auf das Spendenkonto geflossen.

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