Land- und Tierwirtschaftsmeister

10.11.2016

© Frank Hartmann

Meisterinnen und Meister mit Agrarministerin Keller.

Jeder der 23 Land- und Tierwirtschaftsmeister, der seinen Brief samt Abschlusszeugnis in den Händen hielt, hat seine eigene Geschichte auf dem Weg dahin.


Von seiner berichtete Landwirtschaftsmeister Christoph Schmidt zum Abschluss des 10. Meistertages. Und die nahm ihren Anfang, als Schmidt ein Studium begonnen hatte, eine Frau kennenlernte, Vater wurde und obendrein noch ein attraktives Jobangebot auf ihn wartete. Die Sache mit dem Studium wurde schwierig. Aber: „Ich wollte unbedingt einen Abschluss machen“. Er recherchierte, fand beim Landwirtschaftsamt Zeulenroda den Hinweis auf den Meisterkurs und hatte mit dem Agrarunternehmen Tannroda eG einen Betrieb an der Seite, der ihn unterstützte. Am Montag stellte Schmidt fest: „Der Meisterkurs war das Beste, was mir passieren konnte, was ich immer wieder machen würde“, eine „Notfallplanung“, die ihm gelungen sei. In den knapp drei Jahren habe er Freunde gewonnen („ganz wichtig“), die große Praxisnähe der Kurse sehr geschätzt und auch den weniger liebsamen Stoff („die trockenen Sachen“) bewältigt. Jetzt, mit der Ausbildereignung in der Tasche, betreue er auch gleich einen Lehrling, den ersten seit längerer Zeit im Unternehmen.


Bevor Landwirtschaftsministerin Birgit Keller im Bachsaal des Schlosses die Meisterbriefe übergab, würdigten sowohl die Ministerin als auch der stellvertretende TLL-Präsident Armin Vetter die Leistungen der Absolventen, die sie parallel zum Job und zur Familie erbracht haben. Die Kurse fanden in Zeulenroda (Landwirte) und Stadtroda (Tierwirte) statt, wobei der Thüringer Vorbereitungslehrgang für die Tierwirtschaftsmeister nach wie vor ein Novum darstellt, wie TLL-Referatsleiter Steffen Fleischhack betonte. Denn diesen gibt es zeitgleich in mehreren Fachrichtungen; der jetzt abgeschlossene etwa für Rinder-, Schweine- und Schafhaltung. Und wie in den Vorjahren auch, belegten Teilnehmer aus den Nachbarländern, etwa drei Sachsen (Tierwirtschaftsmeister/Rinderhaltung), die Thüringer Kurse mit Erfolg.


Geehrt wurden beim Festakt die besten Gesamtleistungen: Matthias Bille (Agrar eG Schöps), André Schulz (Agrar eG Moorgrund)  und Christoph Schmidt (Agrar eG Tannroda) bei den Landwirten sowie Frank Schirmer (Schwein/Agrar eG ELBELAND), Mandy Schlawe (Schaf/Agrar eG Vorderrhön Hümpfershausen) und Katherina Hagemeister (Schlaitzer Landwirtschaftlicher Tierzuchtbetrieb GmbH) bei den Tierwirten.


Für besondere Einzelleistungen beim Arbeitsprojekt, der Betriebsbeurteilung bzw. Prüfungen wurden André Sternadel, Steffen Schöneburg, Andreas Freygang, Sebastian Möller und Martin Sädler ausgezeichnet. Weil es ohne die sachkundigen, ehrenamtlichen Prüfer auch keine Meister gebe, ging stellvertretend Dank an Jürgen Triebmann, Heinz Fröbisch, Christel Austen, Heiko Förtsch, Heinrich Kuhaupt und Dr. Lothar Duft.


Nicht vergessen wurden jene Betriebe, die sich bei der Fremdbeurteilung tief in die Karten schauen lassen. Bei diesem Kurs waren dies die Agrar eG Ilm-Saaleplatte, die Agrar eG Niedersynderstedt und die Agrarproduktion Hainspitz eG.

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