KULAP-Förderung: Spät, aber sie kommt

27.02.2015

© Frank Hartmann

In die „Förderinitiative Ländliche Entwicklung Thüringen“ (FILET) und seine Genehmigung durch die EU-Kommission ist Bewegung gekommen. Vertreter des Umwelt- und des Agrarministeriums waren in der zweiten Februarwoche in Brüssel, um Fragen zu den Förderprogrammen des ländlichen Raumes (Zweite Säule) für den Zeitraum bis 2020 zu klären. Zwar wird die formelle Genehmigung erst im Sommer erwartet, der Beginn der Förderverfahren kann aller Voraussicht nach im zweiten Quartal starten.

Das gilt auch für das KULAP-Programm, für das bis 2020 rund 200 Mio. € eingeplant sind. Wie das Agrarministerium auf Anfrage der BauernZeitung informierte, stünde einer Beantragung der KULAP-Maßnahmen mit dem Sammelantrag im Mai nichts entgegen. Bis Mitte März wird es eine Neufassung des Förderrichtlinienentwurfes geben, der die Ergebnisse der Abstimmungen mit der EU-Kommission berücksichtigen soll. Im Agrarministerium geht man davon aus, dass alle bekannten KULAP-Maßnahmen angeboten werden können, mit Ausnahme der Maßnahme A2 (N-Reduzierung). Dies war bereits erwartet worden, weil die Maßnahme mit  der zu novellierenden Düngeverordnung konkurriert.

Einstellen müssen sich die Betriebe darauf, dass nicht alle in den Genuss der von ihnen geplanten Maßnahmen kommen können. Bereits bei der letztjährigen Antragstellung zeichnete sich ab, dass aufgrund des großen Interesses u. a. das Teilbudget für die Maßnahmen A1 (artenreiche Fruchtfolge) und G1 (artenreiches Grünland) „in keinem Fall“ ausreichen wird. Das heißt: Die Bewilligung der einzelnen Anträge wird nach festgelegten fachlichen Kriterien  erfolgen. Diese Kriterien sind im Entwurf der Förderrichtlinie (jeweils Punkt 4 der Maßnahmebeschreibung) formuliert worden. Beim G1 bedeuet dies zum Beipiel: Priorität haben die Anträge für den Programmpunkt mit den sechs Kennarten (G11). Erst dann werden Anträge für G12 (vier Kennarten) berücksichtigt, und dabei wird der Grünlandanteil an der Gesamtfläche des Betriebes berücksichtigt.

Für viele Betriebe, die den Anbau der Sommergerste oder sogar den noch erweiterten für Leguminosen (Greening) von der KULAP-Förderung abhängig machen (müssen), ist die Überzeichnung der A1-Maßnahme höchst unerfreulich. Denn ob Sommergerste, Erbsen oder Ackerbohnen: Unter Thüringer Bedingungen sollte die Saat Ende März im Boden sein.

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