Kleines Land - großer Auftritt

08.01.2015

© Frank Hartmann

Kartoffeln und Klöße gehörten auch auf der IGW im Vorjahr zu den Markenzeichen Thüringens.

Bezogen auf Einwohnerzahl und Landesfläche, hat Thüringen den größten Messestand aller Bundesländer“ auf der diesjährigen Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin, verkündete Ende letzten Jahres das Agrarministerium in Erfurt. Das, so hieß es weiter, unterstreiche die Bedeutung der heimischen Ernährungswirtschaft. Und, so ließe es sich ergänzen: Es ist Ausdruck dafür, dass man die Branche wirtschaftspolitisch stärker unterstützen will. Nach den ersten Zahlen zeichnet sich ab, dass 2014 für die Thüringer Ernährungsbranche „nur“ ein durchschnittliches Jahr gewesen ist.

Kulinarisches und Tourismus

Insgesamt 34 Aussteller – so viele wie nie zuvor – präsentieren sich ab dem 16. Januar am Gemeinschaftsstand des Freistaates in Halle 20. Die Präsentation ist „noch einmal kräftig gewachsen und belegt mit rund 2  000 Quadratmetern die halbe Halle“, die man sich mit Bremen und Niedersachsen teilen wird.  25 Aussteller stehen für die Ernährungsindustrie bzw. die handwerkliche Herstellung von Spezialitäten. Beworben wird u. a. Lammfleisch der neuen Regionalmarke „Weidewonne“, das im Rahmen eines EU-Naturschutzprojektes („Erhaltung und Entwicklung der Steppenrasen Thüringens“) erzeugt und vermarktet wird. Bei Schaukochveranstaltungen auf der Bühne der Messehalle 20 kann das Lammfleisch verkostet werden. Neben den kulinarischen Angeboten bildet die Werbung für die Tourismusregionen Thüringens den zweiten Schwerpunkt auf der IGW. Am Gemeinschaftsstand sind die Landkreise Altenburger Land, Weimarer Land, Greiz, Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Orla-Kreis und Hildburghausen, die Stadt Bad Langensalza sowie die Arbeitsgemeinschaft „Ferien auf dem Lande“ vertreten. Mittelpunkt der Thüringenschau aus regionaler Sicht wird  in diesem Jahr der Landkreis Sömmerda sein. Unter dem Motto: „Landkreis Sömmerda – lebenswert und liebenswert durch Landentwicklung“ stellt der Landkreis verschiedene Förderprojekte vor, deren Umsetzung die Region nachhaltig prägten. Oftmals hätten diese Projekte weitere private Investitionen nach sich gezogen. An mehreren Info-Ständen können Messebesucher Informationen über den Landkreis empfangen, etwa zum Radwegenetz, den Burgen und Schlössern, dem Naturschutzgebiet Hohe Schrecke oder zur Initiative „Heimische Landwirtschaft“ (siehe auch Seite 12). Das Sömmerdaer Bühnenprogramm reicht von der Trachtengruppe bis zur Nachwuchspopsängerin. Die Erdbeerkönigin aus Gebesee oder die Rastenberger Kirschfestprinzessin werden während der Messe neben weiteren 13 Thüringer Hoheiten die Blicke auf sich lenken.

Spektakulär gestaltet sich auf der 80. IGW der Auftritt des Tourismusverbandes der Welterberegion Wartburg-Hainich. Unterstützt vom Unstrut-Hainich- und vom Wartburgkreis, geht man in Blumenhalle 9 ins Rennen um die Gunst der Messebesucher. Mit 160 Buchenstämmen und 30  000 Frühblühern wird das Frühlingserwachen im Nationalpark Hainich samt Baumkronenpfad simuliert. Bad Langensalza (Rosengarten), Mühlhausen (Stadtmauer) und die Wartburg in Miniaturformat runden das Bild der Region ab.

Ramelow und Keller beim Ländertag

Am Thüringentag auf der IGW, der am 17. Januar stattfindet, führt der Landkreis Sömmerda Regie, der mit diversen Vereinen ein ganztägiges Programm auf die Beine stellen wird. Dazu zählt auch der Rundgang der Landesregierung mit Ministerpräsident Bodo Ramelow und Landwirtschaftsministerin Birgit Keller. Begleitet werden sie   u. a. von den Mitgliedern des neuen Landtagsausschusses für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten. Dieser, wie die anderen zehn Ausschüsse auch, konstituiert sich am 15. Januar in Erfurt.

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