Klares Nein zur Stromtrasse

07.12.2016

© Tennet

Die Pläne zur sogenannten SuedLink-Stromtrasse haben auch die Thüringer Landwirte zwischen Eichsfeld, Thüringer Wald und Werratal kalt erwischt. Kaum war das Vorhaben für die Verlegung eines Erdkabels erstmals öffentlich vorgestellt worden, da endete auch schon am 29. November die Frist für die Online-bürgerbeteiligung, um erste Einwände gegen die Stromautobahn vorzubringen.  „Bei uns im Meininger Raum waren das gerade mal nur fünf Wochen“, sagt Christoph Friedrich,  Bürgermeister der Gemeinde Rhönblick. Er hat die Bürger­initiative (BI) gegen die Stromtrasse auf den Weg gebracht und weiß um die Sorgen der Einwohner und Kommunen, aber auch der Agrarbetriebe. Für ihn hat die Eile Methode. „Wir haben schnell gesehen, dass unsere Gemeinde mit ihren Orten gleich mehrfach betroffen ist und wir etwas unternehmen müssen.“ Seither wurden viele Mitstreiter gefunden. Das Nein gegen die Megatrasse, die vom Norden Deutschlands in den Süden führen soll, ist nicht zu überhören. Weitreichende Folgen, die heute noch keiner absehen kann, werden befürchtet. „Eine solche 500-kV-Leitung ist schließlich noch nie gebaut worden“, sagt Friedrich. Und Schmalkaldens Bürgermeister Thomas Kaminski spricht von einem „technischen Experiment, das richtig Geld kostet“.

 

Die Landesregierung lehnt den vorgeschlagenen Trassenkorridor zum SuedLink ab. Vorige Woche kritisierte Ministerpräsident Bodo Ramelow die ungleiche Belastung Thüringens im Vergleich zu anderen Bundesländern: „Wir tragen bereits maßgeblich zur Energiewende bei – so durch die ‚Thüringer Strombrücke‘. Thüringen schultert einen Großteil der Belastungen, die mit dem Leitungsausbau verbunden sind, wovon ganz Deutschland profitiert“, betonte der Regierungschef. Agrarministerin Birgit Keller erwartet „zum Teil erhebliche Konflikte“, die von der Land- und Forstwirtschaft bis zum Bodenschutz reichen. Umweltministerin Anja Siegesmund wollte keine Zweifel „an der energiewirtschaftlichen Notwendigkeit der Trassen“ aufkommen lassen. Allerdings berücksichtige TenneT mit Blick auf das Biosphärenreservat Rhön sowie das Grüne Band nicht die Belange des Naturschutzes.

 

Den ganzen Beitrag lesen Sie im Heft 49 der BauernZeitung (Südausgabe) auf den Seiten 10 und 11.

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