Junge und alte Meister

05.12.2014

© Frank Hartmann

Minister Reinholz gratulierte den Tierwirtschaftsmeistern/Rinderproduktion (v. l.) Steffen Gareiß, Nicole Krimm und Madlen Kolaschinski.

Seit 1991 haben 785 Meisterinnen und Meister in sieben Fachrichtungen der Grünen Berufe ihren Meisterbrief erhalten. Im Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei empfingen jetzt die neuen Meister aus Land- und Hauswirtschaft ihre Briefe. Überreicht wurden diese von Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz. Mit 18 jungen Frauen und Männern ist der Jahrgang zwar zahlenmäßig nicht so stark wie vorhergegangene. Allerdings befinden sich derzeit 54 angehende Land- und 19 Tierwirtschaftsmeister in der Ausbildung.

Die sieben neuen Tierwirtschaftsmeister absolvierten ihren Kurs in Stadtroda. Zu Beginn waren sie 24 Teilnehmer, verblieben sind elf von ihnen, wobei vier davon noch die Chance haben, die Prüfung abzulegen. Mit Alexander Scheffel bekam in Erfurt auch ein Landwirtschaftsmeister sein Zeugnis.

Erinnert wurde an die Doppelbelastung von Berufsalltag und Ausbildung, die es während der 20 Monate zu bestehen gelte. TLL-Ausbildungsreferatsleiter Steffen Fleischhack hob zudem die anspruchsvollen Arbeitsprojekte hervor, die die Verbindung zwischen Praxis und Ausbildung widerspiegeln würden. In zwölf Monaten bearbeiteten die Absolventen der Meisterschule u. a. Themen zur Kälberaufzucht oder zur Ferkelfüttterung. Geehrt wurden in Erfurt auch herausragende Einzelleistungen wie die von Lisa Mittermeier von der Agromil Agrar GmbH Mockern, die eine Arbeit zur Analyse des Fruchtbarkeits-managements in ihrem Betrieb vorlegte. Annett Schumann von der Agrar GmbH Mönchenholzhausen stach bei der Betriebsbeurteilung heraus. Leider waren beide zur Meisterbriefübergabe erkrankt. Ein Dank ging an die Agrar eG Ilm-Saaleplatte, die sich für die Fremdbetriebsbeurteilung zur Verfügung gestellt hatte. Ohne das Engagement solcher Betriebe wäre die Ausbildung qualifizierten Nachwuchses nicht möglich, hieß es in Erfurt. Gleiches gelte für die ehrenamtlich tätigen Prüfer in den Kommissionen.

Ein Höhepunkt der diesjährigen Meisterbriefübergabe war die Erinnerung an jene Berufskollegen, die vor 50 bzw. 60 Jahren das Können ihres Handwerks mit der Meisterprüfung unter Beweis stellten. Seinen Diamantenen Meisterbrief erhielt Gärtnermeister Walter Rauch, den Goldenen nahmen sein Zunftkollege Heinz Panzer und Schäfermeister Werner Moog entgegen. Letzterer engagiert sich seit Jahrzehnten als Kreisschäfermeister im Eisenacher Raum.

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