Internationale Grüne Woche

10.01.2013




 

 

 

Auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) vom 18. bis 27. Januar in Berlin wird sich der Freistaat wieder gemeinsam mit drei anderen Bundesländern in Messehalle 20 präsentieren. Wie das Agrarministerium informierte, stehen neben der Ernährungswirtschaft und dem Landurlaub in diesem Jahr der Saale-Orla-Kreis und das Thema Schulessen im Mittelpunkt. Am 19. Januar, dem ersten Messe-Sonnabend, heißt es unter dem Funkturm „Thüringentag“ mit Besuchen von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Agrarminister Jürgen Reinholz. Der Saale-Orla-Kreis wirbt unter dem Motto „Thüringer Meer – Mehr Thüringen“ für den Urlaub rund um die großen Saale-Talsperren. Die Landkreise Altenburger Land und Hildburghausen sind in diesem Jahr ebenfalls auf der Thüringer Gemeinschaftspräsentation vertreten, genau wie die Kur- und Rosenstadt Bad Langensalza. Elf Unternehmen der Ernährungswirtschaft stellen während der IGW am Gemeinschaftsstand des Freistaates auch neue Produkte vor. Wie in den vergangenen Jahren auch, unterstützen das Weimarer Land, Greiz, Gera und Saalfeld-Rudolstadt in Eigen­regie den Auftritt von 21 Ausstellern in der Messehalle 5.2. „Das ist Thüringen“, lautet hier das Motto. Höhepunkte sind etwa ein Auftritt von Skisprunglegende Jens Weißflog am 19. Januar und ein „Thüringentag“ am 22. Januar.


Politisch geht es am 18. Januar zu, wenn sich die Mitglieder des  Agrarauschusses des Landtages zu ihrer Sitzung in den Messehallen treffen. Der Dachverband Thüringer Ökoherz beteiligt sich am 19. Januar an der IGW-Demo „Wir haben es satt“, wo ein vielfältiges Bündnis für eine alternative Agrarpolitik werben will.


Landwirte, zumal Thüringer, fahren auch zur IGW. Henry Richter aus Thonhausen im Altenburger Land wird an der Bundesschau für Angusrinder teilnehmen und zwei Färsen präsentieren. Seit 1991 hat sich die Familie auf die Zucht der Fleischrindrasse spezialisiert, die in Thüringen sehr selten vertreten ist. Seit zehn Jahren betreibt Henry Richter seinen Betrieb im Haupterwerb. Derzeit zählen 38 Tiere zum Bestand, davon 17 Kühe mit Nachzuchten und zwei Bullen. „Mich haben vor allem die Leichtkalbigkeit, die guten Muttereigenschaften und die Hornlosigkeit überzeugt“, nennt Henry Richter Argumente, die für Angusrinder sprechen. Die Zucht ist das wichtigste Standbein des Familienbetriebes, und die Tiere werden europaweit verkauft. Regelmäßig sind die Züchter mit ihren Jungbullen auf Auktionen in Thüringen vertreten. Die weibliche Nachzucht bleibt im Betrieb, wird als Absetzer oder tragende Färsen verkauft.


Für dieses Jahr hat Henry Richter große Pläne. Auf dem Betriebsgelände soll ein neuer Mutterkuhstall gebaut werden, der Platz für 30 Tiere mit Nachzuchten bietet. Die freiwerdende Kapazität auf dem Vierseitenhof soll für den Ausbau der Direktvermarktung mit Hofladen genutzt werden.


Richter ist Beiratsmitglied im Bundesverband Deutscher Angus-Halter (BDAH) und Zuchtbeiratsmitglied des Landesverbandes Thüringer Rinderzüchter (LTR). Mit seinen Angusrindern nimmt er bundesweit an Zuchtschauen teil.


Auch die Kinder teilen die Begeisterung der Eltern für die Landwirtschaft und die Natur. Tochter Kati arbeitet als Biologin, Jana als Landwirtin. Laura-Marie ist bereits bei den Jungzüchtern aktiv, und der sechsjährige Florian zeigt ebenfalls großes Interesse. BZ/Ilka Jost

Umfrage: Ferkelkastration



Wie steht es um den Wissens- und Qualifikationsbedarf bezogen auf Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration?

Zur Umfrage

ANZEIGE

ANZEIGE

ANZEIGE

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr