Hygiene an der Milchtankstelle

24.11.2017

© Frank Hartmann

Mit dem noch jungen Trend zur Abgabe von Rohmilch in Automaten durch die Erzeuger (Milchtankstellen) beschäftigten sich 2016 auch die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter. In insgesamt zehn Betrieben wurde die Hygiene an und mit den Zapfautomaten unter die Lupe genommen.


In sechs Fällen arbeiteten die Landwirte fehlerfrei. Die vier anderen Betriebe wiesen geringfügige Abweichungen von den geforderten Standards auf. So habe in einem dieser Betriebe „der Nachweis über die Belehrung gemäß § 43 Infektionsschutzgesetz (IfSG)“ nicht für alle Mitarbeiter vorgelegen. In drei weiteren Betrieben stellten die Kontrolleure Mängel bei der Dokumentation der Reinigung und Desinfektion fest. In drei Fällen unterließen die Landwirte die Eigenkontrollen der Zapfautomaten. Zudem „erfolgte in einem Betrieb keine regelmäßige Kontrolle der Produkttemperatur im Zapfautomaten“. Daneben wurden Rohmilchproben an den Automaten gezogen. In zwei Rohmilchproben aus demselben Zapfstellenautomat eines Betriebes wurde eine erhöhte Gesamtkeimzahl festgestellt. Hier und in zwei weiteren Fällen erhielten die Betreiber von den Veterinären eine Beratung.


Der unsachgemäße Umgang der Kunden mit Rohmilch aus Zapfautomaten war im vorigen Jahr laut dem Lebensmittelüberwachungsbericht die Hauptursache von Campylobacter-Erkrankungen in Thüringen. Die Kunden hätten den von den Landwirten korrekt angebrachten Warnhinweis „Rohmilch vor dem Verzehr abkochen“ ignoriert.

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