Hightech statt Öl

10.03.2014

© André Kühne, VLT

Die besten Azubis dieses Jahrgangs fanden ihre Lehrmeister in den Werkstätten heimischer Landwirtschaftsbetriebe (v. l.): Chris Thüroff, Leon Bergmann und Marian Rydzy.

Thüringen hat 28 frisch gebackene Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik. Sie erhielten in der Bildungsstätte der Handwerkskammer Gera-Aga ihre Gesellenbriefe.

Landesinnungsmeister Gottfried Floß würdigte die in den Prüfungen gezeigten Leistungen. „Die diesjährigen Prüfungsergebnisse sind die besten der vergangenen Jahre“, so der Landesinnungsmeister. Jetzt gelte es für die Junggesellen, weiter mit der stetigen technischen Weiterentwicklung, beispielsweise dem Fortschreiten der Automatisierung und der Einführung der Hochvolttechnik, Schritt zu halten und den Anschluss nicht zu verpassen. Schließlich entwickle sich die Landwirtschaft rasant. Dabei werde die Zukunft des Handwerks maßgeblich von den jetzigen Absolventen als Nachwuchs und Führungskräfte geprägt.

Auch Dr. Stefan Blöttner, Referatsleiter Agrarpolitik und Bildung im Thüringer Bauernverband, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung der engen Verknüpfung von Landtechnik und Landwirtschaft. „Immerhin sichert ein Landwirt sieben Arbeitsplätze im vor- und nachgelagerten Bereich, so auch in der Landtechnik“, unterstrich er. Die Thüringer Landwirte vertrauten der Landtechnik mit ihrer hochspeziellen Technologie.  „Tragen Sie die Botschaft nach außen, dass es ohne die Landwirtschaft und damit die Landtechnik kaum eine Wertschöpfung im heutigen Maße geben würde und sorgen Sie so für Akzeptanz in der Bevölkerung“, gab er den Junggesellen mit auf den Weg.

Die besten Leistungen des Jahrganges zeigten nach der dreieinhalbjährigen Lehre in ihren Gesellenprüfungen Marian Rydzy von der Agrargenossenschaft Schmalkalden-Schwallungen, Leon Bergmann von der ERVEMA agrar Gesellschaft Wöhlsdorf mbH in Auma-Weidatal sowie Chris Thüroff von der Agroform Knau eG. Sie konnten vom Landesinnungsmeister die Glückwünsche als die besten Lehrlinge entgegen nehmen.

Ulrich Beckschulte, Geschäftsführer des LandBauTechnik Bundesverbandes, hielt eine glühende Festrede für die Branche. Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik sei einer der faszinierendsten Berufe überhaupt. Vollbeschäftigung sowie eine enorme Bandbreite der Technik von Land- und Baumaschinen über Gartengeräte und Umwelttechnologie sowie eine der letzten Branchen ohne einen Rückgang der Ausbildungszahlen (Die Zahl der Azubis stieg im Jahr 2013 sogar um sechs Prozent!)  seien nur einige Gründe dafür. „Sie sind eine klassische Allzweckwaffe“, schürte er den Stolz der Absolventen. Schließlich biete eine Ausbildung zum Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik Hightech pur statt nur den Umgang mit Öl und Gülle, wie in der breiten Bevölkerung immer noch gedacht werde. „Der Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik ist heute einer der modernsten Berufe überhaupt. Tragen Sie diese Botschaft nach außen, denn wir brauchen noch mehr solch starke Typen wie Sie“, so Beckschulte an die jungen Landmaschinenschlosser.

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