Herbie wird „Mr. Dornburg“

08.03.2017

© Frank Hartmann

Der „Mr. Dornburg“ (Katalog-Nr. 37) aus der Zucht von Familie Taubert.

Mit 45 verkauften Zuchtbullen war die Auftaktauktion des Rinderzuchtverbandes in Laasdorf ein voller Erfolg. Bereits zur vormittaglichen Vorstellung jedes einzelnen Tieres waren die 400 Plätze im LTR-Vermarktungszentum nahezu komplett besetzt. LTR-Fleischrinderexpertin Ulrike Niebling hob die jeweiligen Vorzüge der im Herbst/Winter 2015/16 geborenen Bullen der Rassen Angus (5), Blonde d’Aquitaine (1), Charolais (6), Limousin (1) sowie Fleckvieh (32) hervor. 36 von ihnen waren auf der Dornburger Station geprüft worden. Die neun feldgeprüften wurden führig im Ring präsentiert.


Traditionell erfolgte während der Vorstellung die Ehrung des „Mr. Dornburg“, des Bullen mit den höchsten Prüftagszunahmen. Mit diesem Titel darf sich in diesem Jahr der Hallas-Sohn Herbie schmücken, der im Prüfabschnitt sagenhafte 1 965 g zunahm. Familie Taubert aus Reinsdorf, die Züchter des Bullen, konnte sich über einen deftigen Präsentkorb freuen.


Körsieger war der mit „viel Chic und Rassetyp“ ausgestattete Frontman-Sohn Freddy, gezogen von Dirk Friedel aus Zöllnitz. Der mit den Noten 9/8/7 gekörte Bulle überzeugte die Körkommission mit einer überragenden Ausstrahlung sowie einer „super Bemuskelung“, so Ulrike Niebling.


Vor vollem Haus hatte Auktionator Danilo Bardehle vom LTR-Vermarktungsteam keine Probleme, die im Mittel 660 kg schweren Bullen allesamt zügig an den Mann zu bringen. In einem flotten Auktionsverlauf veräußerte er die Tiere der 28 Züchter zu einem Durchschnittspreis von 3 104 €.


Teuerster Bulle der Auktion war der Fleckviehbulle Alvaro, ein Aladin-Sohn, gezogen von Petra Rauschenbach aus Remsa. Alvaro geht väterlicherseits auf den dänischen Vererber August zurück. Er präsentierte sich als äußerst kompletter und typstarker Vertreter seiner Rasse. „Er besitzt alles, was das Züchterherz begehrt: eine ausgeprägte Bemuskelung aller Fleisch tragenden Teile, Tageszunahmen, wie man sie sich nicht besser wünschen könnte, ein solides Fundament sowie einen spitzen RZF von 113“, lobte Ulrike Niebling. 4 800 € war das Tier dem Käufer wert, in diesem Fall dem LTR, der ihn gemeinsam mit den hessischen Kollegen vom ZBH als Besamungsbullen einsetzen wird.


Bei den Angusbullen dominierte ein roter Moses-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Henry Richter. Mojito punktete mit einer überdurchschnittlichen Bemuskelung und guten Zunahmen im Prüfabschnitt und war mit 3 300 € teuerster Angusbulle an diesem Auktionstag. Zu diesem Preis ging auch der teuerste Charolaisbulle des Tages weg, ein Heimke-Sohn, gezogen von der Fraatz GbR aus Pölzig. Der sehr breit angelegte, mittelrahmige Bulle überzeugte mit ansprechenden täglichen Zunahmen sowie passender Bemuskelung, was sein hoher, per Ultraschall gemessener Rückenmuskel untermauerte.


Die nächste Zuchtbullenauktion des LTR findet am 26. April in Laasdorf statt.

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