Herbert Kind verteidigt Titel

12.08.2015

© Wolfgang Prinz

Titelverteidiger und erneuter Landessieger: Schäferfacharbeiter Herbert Kind (Königsee) mit Halbenhund Olivia und Beihund Kelly.

Der 24. Thüringer Schäfertag am ersten Augustwochenende bewies zum wiederholten Mal, dass die Schafhalter im Land ein unschätzbarer Imageträger der Landwirtschaft sind. 2 000 Besucher zählten die Veranstalter, der Schafzuchtverband, das Freilichtmuseum Hohenfelden und die TLL. Der Schäfertag, dessen Höhepunkt die Meisterschaft im Hüten ist, war zudem erneuter Beleg für die Hingabe der Schäfer zu ihrem Beruf. Denn trotz der an Problemen nicht gerade armen Schafwirtschaft stellte man ein gelungenes Fest auf die Beine.


Beim Hüten galt es für Herbert Kind, seinen Vorjahrestitel gegen die vier Regionalsieger zu verteidigen. Die Herde stellte Schäfermeister Gerd Kößler aus Osthausen, der selbst mit am Start war. Am Ende setzte sich Herbert Kind mit 108,1 Punkten durch, gefolgt von Vizemeister Mario Scheffel (96,4). Ausschlaggebend für seinen Sieg waren Kinds Deutsche Schäferhunde, die der erfahrene Leistungshüter bestens auf die Meisterschaft vorbereitet hatte. Vor allem überzeugten sie in den Kriterien Gehorsamkeit, Selbstständigkeit und Furche halten. „Trotz der Nervosität der Herde, mit der Herbert Kind als zweiter an den Start ging, konnte der Hüter beeindruckend das Zusammenspiel von fremder Schafherde, dem Hüter und seinen Hunden demonstrieren“, urteilten die Wettkampfrichter, die Schäfermeister Peter Kieslich, Andreas Hennig, Jürgen Hoffmann, Dietmar Hiller und Kurt Schirmer. Zur Übergabe des Pokals hatte die Schirmherrin, Agrarministerin Birgit Keller, Abteilungsleiter Peter Ritschel nach Hohenfelden entsandt.


Auf dem Gelände des Freilichtmuseums führten mit Stefan Müller (Eisfeld) und Ingo Schulze (Udersleben) zwei erfahrene Scherer die Hand- bzw. Maschinenschur vor. Etliche Züchter hatten nicht die Mühe gescheut, Tiere für eine Rasseschau vorzubereiten. Die Direktvermarkter Herbert Keuler (Altendorf), die Gebrüder Kieser GbR, die Milchschäferei Deutscher, der Ziegenhof Eichelborn und die Ziegenkäserei Volker Wittig präsentierten ihre Produkte. Die Gespräche der Berufskollegen drehten sich freilich um die angespannte Futtersituation aufgrund der Trockenheit, den Futterzukauf und mögliche Liquidationsprobleme, die KULAP-Förderung des Grünlandes im Speziellen und den Wolf im Allgemeinen.

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