Herausragende Züchter geehrt

19.04.2018

© Frank Hartmann

Herdenmanager Uwe Schmidt (Agrar eG Kauern) mit (v.l.) TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner, LTR-Geschäftsführer Ronald Bialek, TMIL-Referatsleiter Dr. Ingo Zopf, LTR-Aufsichtsratschefin Peggy Käferle und dem LTR-Vorsitzenden Uwe Merx.

Mit dem Staatsehrenpreis für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Tierzucht würdigt das Agrarministe­rium in jedem Jahr herausragende Nutztierhalter in Thüringen. Die Vorschläge für diese höchste züchterische Auszeichnung im Land reichen die Zuchtverbände ein.


Zu den Preisträgern 2017 zählt Reitpferdezüchter Rainer Rudolph aus Steinbach-Hallenberg, der anlässlich der Messe „Reiten-Jagen-Fischen“ in Erfurt ausgezeichnet wurde. Seit nahezu 40 Jahren züchtet der Südthüringer Pferde. In seinem Stall kamen 34 Reitpferdefohlen und ein Schwerer Warmblüter zur Welt. Sechs Staatsprämienstuten, ein gekörter Hengst sowie 16 im Sport erfolgreiche Pferde belegen sein Geschick. Annebell II war Rudolphs erste selbstgezogene Stute. Unter ihren fünf Fohlen fand sich die spätere Staatsprämienstute Amina von Feuerstein. Sie ist wiederum die  Großmutter der Chicos-Boy-Tochter Ailina, die beim diesjährigen Leipziger Championat siegte.

 

Engagiert im örtlichen Zuchtverein


Der Schafzuchtverband schlug sein Mitglied Frank Peter aus Dermbach vor, der zur Mitgliederversammlung in Bösleben den Staatsehrenpreis entgegennahm.  Peter ist seit 25 Jahren Herdbuchzüchter von Rhönschafen. Von Beginn an leistet er einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und zur Bestandserweiterung dieser vom Aussterben bedrohten alten Thüringer Heimatschafrasse – und das mit einem Bestand von 20 Muttertieren. Diese zeichnen sich durch überdurchschnittlich hohe Aufzuchtleistungen aus. Zuchttiere aus dem Betrieb Peter wurden in den letzten Jahren von vielen Nebenerwerbs- und Hobbyschafhaltern zum Aufbau einer Schafhaltung oder eines Herdbuchbestandes genutzt. Mit der Preisvergabe wurde aber auch Peters Engagement als Vorsitzender des Kleintierzuchtvereines Unteralba und als Beiratsmitglied des Landesverbandes Thüringer Schafzüchter gewürdigt.

 

Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Landesschafzuchtverbandes und den Mitgliedern des Kleintierzuchtvereins organisiert er die jährliche Züchtertagung sowie die Herdbuchaufnahme, Körung und Prämierungsveranstaltung für die Thüringer Landschafrassen und aller zwei Jahre die Bundesveranstaltung für Rhön- und Coburger Fuchsschafe in Dermbach mit. Letzteres findet im Übrigen wieder an diesem Sonnabend (21. April) statt.


Mit der Agrargenossenschaft Kauern, die auf Vorschlag der TLL und des Rinderzuchtverbandes (LTR) den Staatsehrenpreis verliehen bekam, wurde ein Milcherzeuger geehrt, der zeigt, dass sich hohe Leistungen und gesunde Kühe mit einer langen Lebenszeit nicht ausschließen. Im vorigen Herbst ging das neue, hochmoderne Milchviehzentrum für knapp 300 Kühe an den Start. Zudem entstand in Kauern ein neuer Jungviehstall.

 

Spitzenleistungen im modernen Kuhstall


Die Kühe werden mit einem AMS-System gemolken. Eine automatische Entmistung, automatisches Einstreuen oder Sandbettwaben für natürliches Liegen der Kühe gehören zur Stalleinrichtung. Der MLP-Jahresabschluss dokumentiert für das Jahr 2017 eine Leistung von 11.688 kg Milch mit 887 Fett- und Eiweiß-Kilogramm. Damit gehört die Agrar eG Kauern zur absoluten Leistungsspitze Thüringens. Mit 18,9 kg Milch je Lebenstag belegt der Betrieb zudem den Spitzenplatz bei der Lebenseffektivität.


In der Aufzählung herausragender Leistungen soll der Thüringer Preis für Bienenzucht, der den Züchter der besten Bienenkönigin ausweist, nicht fehlen. Anlässlich des Imkertages in Schleiz ging der Preis an die Zuchtgemeinschaft Stoß in Arnstadt. Und das nicht zum ersten Mal. Grundlage bildet die Zuchtwertschätzung des Länderinstitutes für Bienenkunde Hohen Neuendorf (LIB). Neben strengen Regeln etwa zur Abstammung des gekörten Bienenvolkes (Zuchtrichtlinien des deutschen Imkerbundes) müssen alle Einzelzuchtwerte (Honig, Sanftmut, Wabensitz, Schwarmneigung, Varroaindex) über 100 % liegen. Mit einem Gesamtzuchtwert von 139 % ermittelte der Zuchtbeirat des Landesimkerverbandes Al­brecht Stoß als Träger des Bienenzuchtpreises.

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