Grüne Woche 2017: Tradition, Öko und Tourismus

26.01.2017

Gut besucht war die Thüringen Halle auf der Grünen Woche in Thüringen 2016

Thüringen Halle © Frank Hartmann

Blick in die Thüringen Halle auf der Grüne Woche.

Erneut präsentiert sich der Freistaat auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin mit Qualitätserzeugnissen der Ernährungsbranche und als lohnendes touristisches Ziel mit einem großen Stand in Halle 20. „Genussland mit dem Sinn fürs Ökologische“ heißt dies beim Landwirtschaftsministerium. 33 Aussteller, darunter 10 Landkreise sowie regionale Verbände, vereint die gemeinschaftliche Präsentation. Als Markenzeichen gehören Bratwürste und Klöße ebenso dazu wie regionale, von Landwirten direktvermarktete Bioprodukte (siehe rechts). Ein Luther-Bier anlässlich „500 Jahre Reformation“ gibt es von der Brauerei Neunspringe.

 

Wintersport und Theater


Stand 2016 das Altenburger Land im Zentrum der Aufmerksamkeit, will in diesem Jahr der Landkreis Schmalkalden-Meinigen unter dem Motto „Vielfalt im ländlichen Raum zwischen Rhön und Thüringer Wald“ das Interesse der Messebesucher für den Freistaat wecken. Theatermaler lassen vom 20. bis 29. Januar eine eindrucksvolle Kulisse entstehen, kündigte das Ministerium an. Der Landkreis zeige sich mit seinen Burgen und Fachwerkdörfern nicht nur als Luther-Stätte, sondern mit Oberhof auch als bedeutendes Zentrum des Wintersports.


Am 21. Januar, dem Thüringentag, werden Ministerpräsident Bodo Ramelow und Agrarministerin Birgit Keller gemeinsam die Aussteller besuchen. Neben der Landesregierung sind auch die Mitglieder des Agrarausschusses des Landtags auf der IGW. Am 20. Januar laden die Landtags­abgeordneten zu einer öffentlichen Ausschusssitzung in die Landesvertretung des Freistaates beim Bund ein. Als Anzuhörende stellen sich ab 14 Uhr der Landesverband der Maschinenringe und der Waldbesitzerverband den Fragen der Abgeordneten und berichten über ihre Situation. Im Anschluss geben der Thüringer Bauernverband, die AbL und der Dachverband Ökoherz den Ausschussmitgliedern Auskunft.


Anlässlich der bevorstehenden IGW will das Agrarministerium Anfang kommender Woche die Öffentlichkeit zudem über die Fortentwicklung des Thüringer Qualitätszeichens informieren, das regional produzierte Produkte kennzeichnet. Das Siegel „Geprüfte Qualität aus Thüringen“ nutzen derzeit 108 Thüringer Unternehmen für 324 Produkte. Dazu gehören etwa Fleisch- und Wurstwaren, Molkereierzeugnisse, Wild, Getränke, Obst und Gemüse. Die Änderungen zielen in erster Linie auf den Anteil der regional erzeugten, den Wert des Produkts bestimmenden Bestandteile ab. Genügte es bislang, dass die wichtigsten Zutaten zu knapp 51 % aus Thüringen stammten, sollen es künftig 90 % sein. Für einige Produkte wird das schwierig.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr