Gelungenes Fest

22.10.2015

© TBV

Gottesdienst in der Brüderkirche.

Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes, Helmut Gumpert, übergab beim Landeserntedankfest am 10. Oktober in Altenburg sieben Erntekronen. Seit 1994 wird das Fest  in Thüringen zusammen mit der evangelischen und katholischen Kirche, den Landfrauen, der Landjugend, dem Agrarministerium und den örtlichen Landwirtschaftsämtern, Kreisbauernverbänden und Kommunen sowie dem TBV gefeiert.


In diesem Jahr war Altenburg Gastgeber des Landeserntedankfestes. In der Brüderkirche wurde der ökumenische Gottesdienst gefeiert. Bischof Dr. Ulrich Neymeyer und Probst Diethard Kamm führten durch den Festgottesdienst. Erstmalig wurde die Thüringer Milchkönigin, Carolin Gerbothe, aktiv in den Gottesdienst eingebunden. Typisch für das Altenburger Land waren die Trachten der Trägerpaare der Erntekronen, die auf der großen Bühne der Landfrauen auf dem Brüderkirchenvorplatz u. a. an Ministerpräsident Bodo Ramelow, Agrarstaatssekretär Klaus Sühl, Bischof Dr. Ulrich Neymeyer, Probst Diethard Kamm, Landrätin Michaele Sojka und Oberbürgermeister Michael Wolf  übergeben wurden. Die Erntekronen waren von Landfrauen aus dem Altenburger Land gebunden worden.


Helmut Gumpert dankte den Bäuerinnen und Bauern für die achtbare und zuverlässige Arbeit, die sie seit dem Landeserntedankfest in Hildburghausen 2014 geleistet haben. Trotz gewaltiger Fortschritte in den Agrarwissenschaften, in der Pflanzen- und Tierzucht, der Einführung modernster computergesteuerter Technologien im Ackerbau und anderen Bereichen der Landwirtschaft, sei der Sinn des Dankens stets geblieben. Neben den Kräften der Natur gebe es die der Märkte. Und: „Beide haben uns in diesem Jahr schwer zu schaffen gemacht – und machen es immer noch“, so der TBV-Präsident. Die derzeitige wirtschaftliche Situation in den landwirtschaftlichen Betrieben Thüringens, die massiv gefallenen Erzeugerpreise und damit die Erlöse bei fast allen landwirtschaftlichen Erzeugnissen, besonders bei Milch, Schweinefleisch und Obst, sowie bürokratische Belastungen wie die Düngeverordnung, bereiteten den Landwirten große Sorgen, so Gumpert. An die Verbraucher und Gäste des Erntefestes richtete Gumpert die Bitte, verantwortungsvoller mit den Lebensmitteln umzugehen und ihrer Erzeugung eine höhere Wertschätzung entgegenzubringen. Landwirtschaft sei eine Zukunftsbranche, die täglich sichere und gesunde Lebensmittel erzeuge und dabei den Umwelt- und Tierschutz im Auge habe. Gumpert vergaß nicht, aktuelle Probleme wie Wasserpfennig, Preisverfall und die Integration von Zuwanderern zu benennen.


Umrahmt wurde das Landeserntedankfest vom traditionellen Altenburger Bauernmarkt, der mit einem facettenreichen Angebot verschiedenster Produkte und landwirtschaftlicher Erzeugnisse lockte sowie einem imposanten Kulturprogramm. Mit einem Orgelkonzert in der Brüderkirche endete das 22. Landeserntedankfest. Für die Organisation und Durchführung soll an dieser Stelle der Stadt Altenburg, dem Landkreis, den Landfrauen und allen anderen Akteuren Dank gesagt werden.

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