Geflügelpest bei Wildente

15.12.2016

Stockente © Sabine Rübensaat

Das Sozialministerium informierte über einen ersten (erwarteten) Fall von Geflügelpest in Thüringen. Danach wurde in unmittelbarer Nähe zur Talsperre Zeulenroda eine Reiherente tot aufgefunden, die mit dem hochpathogenen Aviären Influenza Virus H5N8 (AIV H5N8) infiziert war. Laboruntersuchungen beim Landesamt für Verbraucherschutz in Bad Langensalza und des Friedrich-Loeffler-Institutes hätten dies ergeben.


Für Sozialministerin Heike Werner zeige dieser erste Fall von Geflügelgrippe bei einem Wildvogel in Thüringen, „dass das Geschehen noch nicht zum Stillstand gekommen ist. Oberstes Ziel muss es nun sein, die Einschleppung in einen Hausgeflügelbestand zu verhindern“. Geflügelhalter rief Werner auf, die Stallpflicht und weitere Biosicherheitsmaßnahmen unbedingt einzuhalten.


Das zuständige Veterinäramt des Landkreises Greiz leitete die in diesen Fällen notwendigen Maßnahmen ein. Dazu gehört die Einrichtung eines Sperrbezirks und eines Beobachtungsgebietes um den Fundort der Ente. Weil  die Region ohnehin zu den 38 Risikogebieten in Thüringen zählt,  unterliegt hier Geflügel seit Mitte November einer Aufstallpflicht.


Neben Thüringen sind 13 Bundesländer von dem aktuellen Geflügelpestgeschehen betroffen. Dies gilt insbesondere für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie Bayern und Baden-Württemberg. Nahezu 500 Fälle bei Wildvögeln und 16 Fälle in Hausgeflügelbeständen wurden bis zu Wochenbeginn festgestellt. Betroffen sind auch die Niederlande, Polen, Frankreich, Russland und Ungarn.

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