Forstwirtschaft

28.09.2018

© Sabine Rübensaat

Erfurt. Private Waldbesitzer, der ThüringenForst und das Agrarministerium erwarten aufgrund der akuten Ausbreitung des Borkenkäfers bislang nicht gekannte Schäden in den Fichtenwäldern. Fachministerin Birgit Keller erklärte, dass die aktuelle, durch die Dürre provozierte Befallssituation „die noch vorzufindenden Waldbilder nachhaltig verändern“ würden. Es sei zu befürchten, „dass vielerorts die Fichte aus den Waldbeständen verschwindet“.

 

Schätzungen zufolge waren bis Ende voriger Woche bereits 360.000 Festmeter Borkenkäferholz und damit fast so viel wie im gesamten Trockenjahr 2003 angefallen. Das Ministerium habe eine „Task Force“ eingerichtet, um geeignete Maßnahmen unbürokratisch und rasch abstimmen zu können. „Wir brauchen in dieser kritischen Situation den engen Schulterschluss aller Waldeigentümer, Verbände, der Holzindustrie und der Behörden“, so Keller. 

 

Zu klären seien Lager- und Transportfragen für befallenes Holz bis hin zu finanziellen Hilfsmaßnahmen. Derzeit liefen Verhandlungen mit dem Bund über eine Aufstockung der Kofinanzierung der Landesprogramme (u. a. Aufarbeitung von geschädigtem Holz; Feinerschließung durch Rückegassen; Entrindung; Lagerschutz, Aufforstung). 

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