Förderanträge im Wolfsgebiet

02.06.2015

© Sabine Rübensaat

Herdenschutzhunde sollen den Wolf künftig auch von Thüringer Schafherden fernhalten.

Erfurt. Knapp eine Woche nach den ersten gutachterlich bestätigten Wolfsrissen in einem Schafbestand, hat das zuständige Umweltministerium ein erstes Wolfsgebiet ausgewiesen. Es umfasst eine Fläche von rund 2.800 km² und erstreckt sich in einem Radius von 30 km um das Zentrum des ehemaligen Truppenübungsplatzes Ohrdruf. Hier war seit Mai 2014 wiederholt eine Wölfin gesichtet worden.

 

Mit der Ausweisung des Areals, auf das vor allem die Schäfer lange warten mussten, tritt eine Förderrichtlinie in Kraft, mit der Tierhalter ab sofort die Anschaffung von Schutzzäunen und Hütehunden gefördert bekommen. Drei Viertel der Kosten dieser Präventionsmaßnahmen übernimmt der Freistaat. Förderfähig sind etwa Netzzäune mit Weidezaungeräten, ein Untergrabungsschutz bestehender Zäune, Breitbandlitzen an den Zäunen sowie die Anschaffung und Ausbildung von Herdenschutzhunden.

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