Film "Vom Feld auf den Teller - Landwirtschaft in Thüringen"

26.07.2012

Thüringen. Die Landwirtschaft in Thüringen hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm gewandelt. Da dies an einem nicht geringen Teil der Bevölkerung vorbeiging, fehlt heute zunehmend die Akzeptanz, etwa für moderne Haltungssysteme. Es gilt daher, die Landwirtschaft von heute zu erklären, damit sie verstanden wird. Das hat sich das Agrarministerium zusammen mit dem Thüringer Bauernverband zur Aufgabe gemacht.


Das Ergebnis der Zusammenarbeit wurde vorige Woche im Thüringer Landtag vorgestellt. So klärt eine Broschüre über die moderne Tierhaltung im ländlichen Raum,  über die tägliche Arbeit der Landwirte, verschiedene Haltungsverfahren und den biologischen Stoffkreislauf auf. Dazu wurde ein Film produziert: „Vom Feld auf den Teller – Landwirtschaft in Thüringen“ erklärt schülergerecht, woher Wurst, Milch und Eier kommen, und vermittelt einen Überblick über die landwirtschaftlichen Produktionszweige. Thematisiert werden etwa Pflanzenschutz, Düngung und Ernte, Nutztierhaltung, aber auch Schlachtung und Biomassenutzung. Bei der Premiere im Landtag wurde mit einer Schulklasse aus der staatlichen Regelschule in Waltershausen und einer Schulklasse aus dem Gymnasium Ernestinum in Gotha junges, kritisches Publikum eingeladen. Nach dem 45-minütigen Film durften die Schüler Agrarminister Jürgen Reinholz, TBV-Präsident Helmut Gumpert und den für Veterinärfragen zuständigen Abteilungsleiter im Sozialministerium, Dr. Gisbert Paar, mit ihren Fragen löchern: Warum werden den Ferkeln die Schwänze abgeschnitten? Was ist Gentechnik? Gibt es noch Käfighaltung für Hühner in Thüringen? Was verdient ein Bauer? Dürfen die Bauern die Preise für ihre Produkte selbst bestimmen? Was wird mit den Rehkitzen, wenn eine Wiese gemäht wird? Diese und viele andere Fragen brachten die Herren auf dem Podium zum Schwitzen. Auch die Antworten in verständlicher Art und Weise zu formulieren, war für sie oftmals eine Herausforderung.


TBV-Präsident Helmut Gumpert, der als Großvater genau weiß, wie man die komplizierten Fragen der Enkel beantwortet, nannte ohne großes Ausschmücken oder gar Schönreden die Tatsachen, erklärte die Ursachen und zeigte Lösungswege auf. Und er hatte auch Fragen an die Schüler: „Wer von euch könnte sich denn vorstellen, später in der Landwirtschaft zu arbeiten, und warum?“ Prompt meldeten sich zwei Schüler mit landwirtschaftlichen Ambitionen und begründeten dies mit der Liebe zu den Tieren und dem Interesse an den modernen Maschinen. Die Broschüren und der Film werden anlässlich der „Grünen Tage“ an Schulen verteilt werden. Helmut Gumpert dankt ausdrücklich allen Betrieben, die an dem Film beteiligt waren, und den Initiatoren. TBV

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