Ferien auf dem Lande

19.01.2018

© LAG

Neue Zielgruppen erschließen will die LAG mit dem Angebot für Hundebesitzer. Die Broschüre wurde 15.000-mal gedruckt.

Pünktlich zur Internationalen Grünen Woche (IGW) 2018 hat die Landesarbeitsgemeinschaft „Ferien auf dem Lande in Thüringen“ (LAG) ihren aktuellen Katalog vorgestellt. Auch für diese 27. Auflage konnte die LAG auf finanzielle und materielle Unterstützung des Agrarministeriums setzen.

 

Über 120 Anbieter listet der Landurlaubskatalog auf, der dem Internet zum Trotz mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren gedruckt wurde. Anlässlich der Präsentation mit Ministerin Birgit Keller im Gutshaus von Bismarck in Braunsroda erklärte LAG-Geschäftsführerin Anke Pannasch, dass ungeachtet der gewachsenen Bedeutung von Online-Informationen und -buchungen der gedruckte Katalog stark nachgefragt sei. Zudem eigne er sich hervorragend als Werbemittel, das an vielen touristischen „Hot-Spots“ in Thüringen ausliegt. Knapp 4.000 telefonische Kataloganfragen erreichten im Jahr die LAG-Geschäftsstelle.


Ministerin Keller wies im Bismarckschen Gut auf die wirtschaftliche Bedeutung der Branche in den ländlichen Räumen Thüringens hin. Schätzungen zufolge setze der hiesige Agro­tourismus mindestens 13 Mio. € im Jahr um. Nahezu 260 Anbieter gebe es mittlerweile, die zusammen über 3.000 Betten verfügten. Mit einer Viertelmillion Übernachtungen im Jahr sei der Landurlaub schon längst „mehr als ein Hobby“, so Keller. Zumal 60 Urlaubsbauernhöfe in Thüringen als ein zusätzliches Standbein von „echten“ Haupt- und Nebenerwerbslandwirten bzw. Agrarbetrieben entstanden sind, wie Pannasch berichtete. Die LAG-Geschäftsführerin unterstrich, dass die seit 2013 verfolgte Strategie, Angebote für spezielle Zielgruppen zu kreieren, von Erfolg gekrönt worden sei. Den Landurlaub mit Kindern, mit Pferden, mit Wellness, mit dem Fahrrad oder für Wanderer gibt es nunmehr auch für Hundebesitzer. Eine nagelneue Werbebroschüre weist 22 Anbieter aus, bei denen Gäste mit Hunden willkommen sind.


Dazu zählt auch das Gutshaus von Kristin und Georg von Bismarck, das das Zentrum ihres 230  ha großen ökologischen Marktfruchtbetriebes bildet. Neben drei Gästewohnungen bietet die Familie auch Gastronomie an. Zudem strahlt der historische Hof in die Region. Ab April findet hier einmal im Monat ein Bauernmarkt  mit Kyffhäuser und Südharzer Direktvermarktern statt. Ministerin Keller vergaß daher nicht zu betonen, dass Landurlaubshöfe mit dazu beitrügen, gerade den städtischen Gästen Informationen zur landwirtschaftlichen Praxis zu vermitteln.


Damit sich die heimischen Anbieter auf dem hart umkämpften Tourismusmarkt behaupten können, muss die Qualität der Unterkunft den Unterschied machen. 59 Höfe haben sich in der Vergangenheit von der LAG nach einem bundesweiten Standard klassifizieren lassen. In Braunsroda kamen zwölf weitere hinzu. Keller sagte der Branche weitere Unterstützung zu, etwa bei der Bewältigung des Generationswechsels oder dem Marketing. Aktuell, so Anke Pannasch, laufe mit agrarministerieller Hilfe ein Strategieprojekt, das Reaktionen auf künftige Trends identifizieren will. Erste Ergebnisse aus einer umfangreichen Gästebefragung soll es auf einem Workshop der LAG im Februar geben.

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