Fachschule für Agrarwirtschaft

01.10.2012

Foto: Den symbolischen Spatenstich verfolgen Klaus Präger und TBV-Präsident Helmut Gumpert. Mit dem Werkzeug bei der Sache sind Baustaatssekretärin Inge Klaan, der Abgeordnete Wolfgang Fiedler, Christine Lieberknecht und Roland Richwien, überwacht von Hochbauamtsleiter Markus Brämer (v. l.).

 

Stadtroda. Auch wenn am Dienstag voriger Woche große Erleichterung in Stadtroda zu verspüren war, muss man diese und die vorherigen Landesregierungen daran erinnern, dass sie sich bei diesem Projekt nicht mit Ruhm bekleckert haben. Die Diskussion um die Sanierung beziehungsweise den Neubau des Schulgebäudes der Fachschule für Agrar- und Hauswirtschaft dauerte nahezu zwei Jahrzehnte. Dabei wurde seit der Wende auch im Freistaat für weniger Notwendiges deutlich mehr Geld ausgegeben, um es freundlich zu formulieren. Selbst die Ministerpräsidentin bekannte beim symbolischen Spatenstich in Stadtroda: „Ich kann es nicht mehr hören.“ Zuletzt hatte der örtliche Landtagsabgeordnete und Parteifreund von Lieberknecht, Wolfgang Fiedler, mit der Niederlegung seines Mandates gedroht, sollte es abermals auf ein Vertrösten hinauslaufen.


Christine Lieberknecht wies zu Recht darauf hin, dass es sich bei der Fachschule – die einzige ihrer Art in Thüringen – um eine Bildungsstätte für die bedeutendste Branche im Freistaat handle. Auf einer erst kürzlich mit dem Thüringer Bauernverband durchgeführten Flurfahrt habe sie junge Führungskräfte in den Landwirtschaftsbetrieben getroffen, die auf die Ausbildung in Stadtroda geschwört hätten. Lieberknecht betonte, dass die Landesregierung von der Zukunft des ländlichen Raumes überzeugt sei. Der Neubau des Schulhauses in Stadtroda sei dafür ein klares Bekenntnis.


Zirka 3,2 Mio. € Gesamtkosten sind für den Neubau samt der Erschließung veranschlagt worden. Aufgetrieben hat die Summe das Agrarministerium unter maßgeblichem Einsatz seines Staatssekretärs Roland Richwien. Im Frühjahr 2014 soll das Gebäude mit den 14 Seminarräumen bezugsfertig sein. Um die Betriebskosten niedrig zu halten, haben sich die Architekten ein ausgeklügeltes Belüftungssystem mit Wärmeaustauscheranlage einfallen lassen. Errichtet wird das Gebäude als sogenannte „Campuslösung“ zwischen dem bereits modernisierten Internat und dem Büro- und Verwaltungsgebäude, das etwa dem Forstamt als Dienstsitz erhalten bleibt. Die altehrwürdige Villa an der Gustav-Herrmann-Straße soll nach dem Umzug ins neue Schulhaus verkauft werden.

Bevor zwei Fachschüler das Bauschild enthüllten, da

nkte Schulleiter Klaus Präger dafür, dass das Kollegium Ideen bei der Planung einbringen konnte. Er gab sich zuversichtlich, dass der Bau zum anvisierten Termin übergeben werden könne, zumal man ja in Thüringen keinen Flughafen errichten würde. Bz

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