Fachschule für Agrarwirtschaft Stadtroda

09.04.2015

© Screenshot Fachschule Stadtroda

Facebook-Seite der Fachschule

Gut 80 % der Stadtrodaer Fachschüler sind bei Facebook. Sie tauschen in dem sozialen Netzwerk private Angelegenheiten mit Freunden bzw. der Familie aus, haben im besten Falle neue Leute kennengelernt, mit denen sie die gleichen Interessen oder Vorlieben teilen, erhalten Nachrichten, Informationen oder Tipps, die sie interessieren bzw. senden solche an andere weiter. Die Fachschüler gehören zu den weltweit 1,4 Milliarden Menschen, die Mitglied des Netzwerkes sind. Ihr Durchschnittsalter liegt bei knapp unter 30 Jahren.


Dass die Fachschule im September 2014 einen eigenen „Account“ bei Facebook einrichten konnte, war nicht selbstverständlich, erinnert sich die Fachlehrerin für Deutsch und Kommunikation, Miriam Gitter. „Wir sind in Zusammenarbeit mit dem Agrarministerium als Pilotprojekt gestartet.“ Damit zählt die Fachschule zu den ersten freistaatlichen Einrichtungen, der ein offizieller Auftritt gegönnt ist. Eine weitere Voraussetzung, vielleicht die wichtigste, war, dass mit Miriam Gitter eine junge Lehrerin mit Affinität zum Internet und sozialen Netzwerken nach Stadtroda gekommen war. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Ines Miska richtete Gitter die Facebookseite ein und pflegt sie auch seither.


Etwa dreimal in der Woche nehmen sich die beiden Lehrerinnen Zeit, die Seite zu aktualisieren. Das heißt: Es wird über Schulaktivitäten berichtet, es werden Termine gepostet, Links zu aktuellen, landwirtschaftlich relevanten Nachrichten oder Videos gesetzt. „Wir machen im Grunde die Netzarbeit, wir besorgen den Austausch“, so Gitter. Denn wer selber nicht aktiv sei, könne auch kein Netzwerk flechten. Viele Fachschüler unterstützten sie längst dabei.


Im Unterricht der Fachschule wird Facebook mittlerweile als zeitgemäßes Kommunikationsformat thematisiert. „Es wird erklärt, wie soziale Medien funktionieren, wie ich einen Auftritt gestalten kann, welche rechtlichen Fragen es gibt“, berichtet Miriam Gitter. Das ziele darauf ab, Facebook für den Arbeitsalltag bzw. die Unternehmenskommunikation nutzbar zu machen. „Auch in der Landwirtschaft werden Fertigkeiten beim Umgang mit Social Media Einzug halten müssen“, ist Gitter überzeugt. Das gelte insbesondere dann, wenn Jugendliche und junge Leute erreicht werden sollen. Die erste Facebookgeneration ist längst erwachsen und hat eigene Kin-der. Umfragen, wie vom IT-Branchenverband Bitcom, ermittelten, dass heute gut die Hälfte aller deutschen Firmen Social Media nutzt, vornehmlich für Werbung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.


Dass Agrarbetriebe im Land sozialen Medien wie Facebook grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehen, aber noch nicht den Schritt dorthin gewagt haben, habe sie beim Treffen der Praktiker des Fachschulbeirates erfahren können. Hier stellte Miriam Gitter das Projekt vor. Sich bei Facebook anzumelden und eine erste Seite einzurichten, sei einfach. „Schwierig ist vielmehr, durchzuhalten und seine Präsentation aktuell zu halten.“ Kosten entstünden lediglich durch den überschaubaren Einsatz von Zeit.

 

Infotage an der Fachschule:

All jene, die sich für eine berufliche Fortbildung an der Fachschule für Agrarwirtschaft in Stadtroda interessieren, sind zu den Infotagen am 27. März (8 bis 15 Uhr) und am 28. März (9 bis 12 Uhr) willkommen. Hier geben die Lehrer der Schule im individuellen Gespräch Auskunft über die zweijährige Fortbildung zum Staatlich geprüften Techniker bzw. Betriebswirt.


Fachschule für Agrarwirtschaft, Am Burgblick 23, 07646 Stadtroda; Tel. (03 64 28) 51-18 22; www.fachschule-stadtroda.dedie Fachschule auf Facebook.

 

 

 

 

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