EU-Hilfsprogramm

29.09.2016

Milchkuhstall © Sabine Rübensaat

An der ersten Runde des EU-Programmes zur Milchmengenreduzierung haben sich in Thüringen 115 Milcherzeuger beteiligt. Wie das Agrarministerium auf Anfrage mitteilte, bewarben sich die Betriebe um eine Reduktionsmenge von insgesamt 14,5 Mio. kg Rohmilch für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2016. Dies entspricht in etwa der Milchleistung von 1.500 Kühen.

 

Die hohe Zahl der beteiligten Betriebe – es handelt sich um fast jeden dritten Milcherzeuger im Freistaat –  zeige laut Agrarministerium, dass weitere Unterstützung notwendig sei. Dabei verwies man in Erfurt auf das landeseigene Hilfsprogramm, mit dem man Bürgschaften in Höhe von 100 Mio. € sowie ein Flächen(rück)kaufprogramm im Umfang von 15 Mio. € zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit der Milchviehbetriebe anbietet.

 

Laut EU-Agrarkommission haben sich EU-weit 52.000 Milchbauern an der ersten Runde des Mengen-Reduktionsprogrammes beteiligt, darunter 13.000 in Frankreich, 10.000 in Deutschland (286.000 t), 4.500 in Irland und jeweils 4.000 in Österreich und den Niederlanden. Insgesamt wollen die Landwirte ihre Produktion im letzten Quartal des Jahres 2016 um 1,06 Mio. t reduzieren. Mit dem von der EU im Rahmen des Programmes insgesamt zur Verfügung gestellten 150 Mio. € kann für rund 1,07 Mio. t reduzierte Rohmilch ein Ausgleich von 14 ct/kg gezahlt werden. Rechnerisch dürften somit in dieser ersten von insgesamt vier Runden alle Bewerber bedient werden können.

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