Erstmals überholt Wind die Biomasse

03.11.2016

© Frank Hartmann

Erfurt. Die Windkraft hat die Biomasse im Freistaat als führende Quelle der alternativen Stromerzeugung abgelöst. 41,5  % der in Thüringen erzeugten regenerativen Energie stammte 2015 aus Windkraftanlagen. Ursache ist der um 25 % deutlich gestiegende Zuwachs beim Windstrom.



Rund ein Drittel (1,8 Mrd. kWh oder 34,2 %) der alternativen Stromerzeugung geht auf das Konto der biomassebetriebenen Anlagen, wobei die Hälfte des Thüringer Biomassestroms den Daten der Landesstatistik zufolge aus Biogas erzeugt wird. Das stete Wachstum der Biomasseenergie in den Vorjahren ist 2015 nahezu zum Erliegen gekommen. Hingegen verzeichnete die Photovoltaik Zuwächse (11,9  %) und besitzt jetzt einen Anteil von gut 20 % an der hiesigen Ökostromerzeugung.


Insgesamt stieg der Anteil der Thüringer Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern von 54,9 % im Jahr 2014 auf 58,7 % in 2015. Grundsätzlich ist Thüringen auf „Stromimporte“ angewiesen: Der Freistaat kommt, verglichen mit den Verbrauchswerten, auf einen „Selbstversorgungsgrad“ (konventionell inkl. Wasser und Ökostrom) von rund 50 %.



Bei der Produktion/Abgabe von Wärmeenergie liegen die alternativen Energieträger deutlich hinter den konventionellen (82,5 %) zurück. Nach wie vor steht bei Letzteren Erdgas (77,5  %) an der Spitze. Dessen Anteil hat in den zurückliegenden zehn Jahren aber deutlich abgenommen (2005: 92,4 %).



Anlagen mit alternativen Energieträgern erhöhten ihren Anteil im selben Zeitraum von 5,9 auf 17,5 % (625 000 MWh). Drei Viertel davon liefern Biomasse- und Biogasanlagen. Mit rund 130 000 MWh/a besitzt Biogas einen Anteil von 3,6  % an der gesamten freistaatlichen Wärmeenergieerzeugung. 

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