Ergebnisse im Ökolandbau

07.09.2018

© Sabine Rübensaat

Nach 2016 und 2017 hat der Thüringer Bauernverband (TBV) wieder Ökobetriebe zu Ernteergebnissen befragt. 40 Ökobetriebe unterschiedlichster Standorte beteiligten sich an der Ernteerhebung 2018. Damit sind laut TBV rund 60 % der ökologisch bewirtschafteten Ackerfläche sowie ein Drittel des ökologisch bewirtschafteten Grünlandes erfasst worden.

 

Laut TBV schwanken die Erträge je nach Region und Wasserversorgung zum Teil extrem, was sich in der enormen Spannbreite der Erträge deutlich niederschlägt. Durchschnittlich lag der Minderertrag bei Ökogetreide im Vergleich zum Vorjahr zwischen 20 und 30 %. Beim Roggen wurden durchschnittlich 20 % weniger geerntet, gefolgt von Triticale, Winterweizen, Wintergerste und Dinkel. Einzelbetrieblich waren Ertragsverluste von bis zu 65 % (Hafer) zu verzeichnen, bei einzelnen Kulturen sogar bis hin zum Totalausfall (Ackerbohnen, Erbsen). Ackerfutter konnte oftmals nur aus einem ersten Schnitt gewonnen werden. Ertragseinbußen beim Futter werden von extrem betroffenen Landwirten mit 50 bis 60  %, in Einzelfällen bis 70 % angegeben. 

 

Ergebnisse (Zufallsstichproben, gemittelt über Verwitterungs- und Lößstandorte; Spannbreiten):


Winterweizen: 37,2 dt/ha (14 bis 61,5 dt/ha)

Dinkel: 33,8 dt/ha (15 bis 52 dt/ha)

Wintergerste: 35,7 dt/ha (18,5 bis 50 dt/ha)

Triticale: 30,2 dt/ha (15 bis 43,2 dt/ha)

Roggen: 23,5 dt/ha (8 bis 54,2 dt/ha)

Hafer: 30,5 dt/ha (10 bis 48 dt/ha)

Sommergerste: 32,3 dt/ha (17 bis 48,2 dt/ha)

Sommerweizen: 23,7 dt/ha (4,8 bis 31 dt/ha).

 

Mit 44,6 % (2016) wird auf weniger als der Hälfte der gesamten Ökofläche des Freistaates Ackerbau betrieben. Auf 62,3 % des ökologisch bewirtschafteten Ackerlandes wurde Getreide angebaut, Hülsenfrüchte nur auf 5 % und Gemüse/Obst auf lediglich 0,3 %. Etwa zwei Drittel der Ökoflächen liegen im benachteiligten Gebiet. 52  % der ökologisch wirtschaftenden Betriebe haben sich als Futterbaubetriebe spezialisiert.

Umfrage: Ferkelkastration



Wie steht es um den Wissens- und Qualifikationsbedarf bezogen auf Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration?

Zur Umfrage

ANZEIGE

ANZEIGE

ANZEIGE

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr